106 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.
kinderlos, und der Gemahl seiner Schwester wurde als.Sou-verain aller Besitzungen des Hauses Fair anerkannt. 1572starb Johanna v. Albret, Mutter Heinrich lV, und dieser Fürstwurde nun Erbe. Lange zögerte er das theure Land seinerKindheit der Krone einzuverleiben, endlich gab er 1606 seineEinwilligung dazu.
Die geographische Lage des Departements ist zwischen15° 58' bis 17° 29' östliche Lange und 42° 48' bis 43° 33'nördliche Breite. Die letzten Echelons der Pyrenäen breitensich bis in die Mitte des Departements aus. Westlich sind dieHöhen von Meharcin im Innern die letzten Absußungen. Einstarker Gebirgszug endet wellenförmig bei Montfort am Endedes Flußgebiets des Gave Oleron. Einzelne hohe und wal-dige Berge, deren Senkungen kesselförmige Engthaler bilden,erheben sich zwischen dem Gave Oleron und dem von Aspe.Bon Arudy zieht sich eine Verlängerung des Ourdins bis ge-gen Oleron. Ein weniger bedeutender Höhenzug befindet sichzwischen dem Gave von Oleron und dem von Pau, seineAbsußungen enden als Kreidchügel in der Gegend von Salics-Montcdescar. Am rechten Ufer des Gave und Pau dehnt sichein einziger waldiger Gebirgszug nördlich von Lescar bis indie Gegend von Cescau, und verläuft sich in einzelnen Ge-schiebchügcln in dem Gebiet des Gave von Bcarn. Vonden Thälern von Aspe und Ofson an, erheben sich dieBerge steil zu ihrer höchsten Höhe gegen den Centralpunktdes Gränzgebirgcs. Der Pic du midi im Thals Osson istder höchste Punkt im Departement, im Innern ist derGan (Arrondifscment Oleron) der höchste einzelne Berg. Diebedeutendsten Wälder sind die von Jrahy (ArrondiffementMauleon) und die von Jffaux und Dcpac (ArrondiffementOleron), zusammen befinden sich 76,000 Hectares mit Waldbewachsen. Die Administration dieser Forsten gehört zumsiebenzchntcn Bezirk der Wälder, dessen Conservateur (derGraf von Gestas) sich zu Pau und dessen Inspecteur(Herr von Songis) sich zu Orthez befindet. Die zahlreichen