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Die Gränzen Frankreichs.
Sie haben meistens dicke Köpfe, mit großen Kröpfen, eineschwere Aussprache und verrathen eine Art Gleichgültigkeit ge-gen ihr Geschick, welches an Blödsinn gränzt. Sie müssensich entfernt halten von den Wohnungen ihrer Nachbarn, in-dem man sie mit Abscheu betrachtet. Der Ursprung dieserelenden Menschenklasse verliert sich in die graue Vorzeit derersten Jahrhunderte, andere lassen sie von den Westgothen ab-stammen. In den Thalern yon Cominges sind sie am häufig-sten, doch findet man sie unter dem nämlichen Namen in ver-schiedenen andern Provinzen Frankreichs, an den Küsten desDceans, in den Einöden von Bretagne, in den Sümpfen Ver-bandes und in den Bergen von Bigorre. In der Vorzeit ver-schenkte man sie als Sclavem.oder vermachte sie durch Testa-mente zum Behuf der niedrigsten Dienstleistungen. Im Jahr1460 befahlen die Stande von Bcarn, daß die Cagots nichtMehr mit bloßen Füßen gehen sollten, damit der Boden nichtvon ihrem Aussatz vergiftet werde. Auch erneuerten sie einaltes, diese degradirte Mcnschenklasse betreffendes Gesetz, wel-ches sie.zwang, als Unterscheidungszeichen einen Gänse- oderEntenfuß auf ihrer Kopfbedeckung zu tragen. Noch findetMan in vielen Kirchen, Seitenthüren, durch welche allein dieCagots eintreten durften, eben so waren eigene Platze undWeihkeffel für sie bestimmt. Nach und nach hat sich dasSchicksal dieser Unglücklichen gebessert, sie nähern sich all-Mählig. wieder ihren glücklicherm Mitmenschen,, die Seitenthü-ven in den Kuchen werden, nach und nach unnütz und aufdiese Weise wird die Existenz dieser so stiefmütterlich von derNatur behandelten Menschen- erträglicher.
Das Arrondissemcnt von St. Gaudcnz wird von deraus dem spanischen Thal kommenden . Garonne durchströmt,sie nimmt bei St. Beat die Pique auf, vereinigt mit der Lies,Meiter abwärts vereinigt sie sich bei Montrejcan mit den bei-den Aesten, welche aus dem Rachbardepartement kommen,^uch den Fluß Salat nimmt sie noch im hiesigen Bezirk auf.sintcr den Städten ist die Hauptstadt <Ht. Eaudenz, am rech-ten Ufer der Garonne mit 4600 Einwohnern ohne Bedeutung,