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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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162
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162 Erste Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

den Vater. — Durch eine Felscnspalic führt ein Zikzakweg indas traurige Bassin der vier Seen, und zu dem noch tiefergelegenen aber wohl unterhaltenen französischen Hospitiumund von da an den Ufern der Pique entlang, durch engeeinförmige Thaler zu dem Dorfe Bagncres, über welchem einviereckiger Thurm hervorragt, der auf einem hohen Felsenerbaut, einst die Schutzwehr des Thales war, und Castel Vielhieß. Das hohe und lange Gebirge der Maladetta, trenntdas Gebiet von Riborgoza von dem spanischen Thal Arrant,welches früher zu Frankreich gehörte, aber 1192 als Mitgiftder Gräfin Beatrix von Cominges an Arragonien kam. ImMittelpunkt des Thales liegt der Flecken Viella, von ihmführt ein theils fahrbarer, theils nur für Saumthiere brauch-barer Weg über Aubert, Castel Leon und Les zur Königs-brücke und in das französische Bcathal. Aus der Abendseitedes Arranthales sind die Quellen der Garonne, dieser mäch-tigen Tochter der Pyrenäen, sie verdankt ihre Entstehung demSee Pomerou, nachdem sie sich dem Schieferhaufen, wel-cher ihn umgeben entwunden hat, stürzt sie Cascade an Cas-cade bildend, in das Thal von Artigue Telline herab. Beidem Hauptort desselben führt die erste steinerne Brücke überdiesen wichtigen Strom, bei Castel Viel sendet ihr der hoheRücken der Maladetta nördlich seine Gewässer, während sei-ner Südseite sämmtliche Quellen der Noguera nach Arrago-nicn entströmen. In das französische Gebiet tritt die Ga-ronne südlich von Tour de Pomeron, und bewässert die Flu-ren des Gebietes von St. Gaudenz; nachdem ihr die Strömeder Pyrenäen ihren Tribut gebracht haben, theilt sie dieStadt Toulouse in zwei Theile und nachdem sie die herrlich-sten Provinzen des südlichen Frankreichs durchströmt hat, unddie Vereinigung zweier Weltmeere bewirkte, vermischt sie un-terhalb Bordeaux, ihre Wellen mit denen des Oceans. EineVerlängerung des Arranthals ist das französische Beatthal,welches wieder durch den Port von St. Lary, mit den übrigenfranzösischen Thalern des Departements der Oberpyrenäen unddenen der Obergaronne in Verbindung steht.