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Die Gränze» Frankreichs.
von Cervera. In den frühesten Zeiten wurden schon auf die-sen Gränzen bedeutende Kriege geführt, und schon zur Zeitder Gothen fanden blutige Kämpfe auf denselben statt, diesuch im dreizehnten Jahrhundert in den Empörungen gegenden Adel und die Städte erneuerten. Ludwig IX tratalle Provinzen der östlichen Pyrenäen an das Haus Arra-stonien ab. 1284 jagte Pedro III König von Arragoniendie Franzosen, welche unter Philipp III eigener Anführungdiese Gränzen überschritten hatten, bis unter die Mauernvon Perpignan zurück. In dem pyrenäischen Frieden (1559),verlor Spanien wieder alle die Provinzen jenseits der Pyre-näen. Im Anfange des achtzehnten Jahrhunderts kämpftendie Herzöge von Orlcans und Berwick, gegen den tapfernHeinrich von Darmstadt und den kriegserfahrenen Stahrcm-bcrg. Auch Vcndome wand auf diesen Gränzen neue Lor-beeren um sein Haupt. Im Mai 1793 drangen die Spa-nier bis Perpignan vor, und besiegten die Helden der jungenRepublik bei Mas-de-serre-longue, nach dem Gefecht beiPayrestores wurden sie wieder in die Pyrenäen gejagt, undnun sielen längs der Gränze täglich Gefechte vor, bis Da-Zobert in Catalonien eindrang und auf diese Weise den Kriegs-schauplatz aus Frankreich nach Spanien versetzte, ein Um-rand, welcher zum Zeichen eines allgemeinen Volksaufstandssür Catalonien wurde. Dagobert starb am 11. April in Pui-cerda an Entkräftung, und der berühmte Dugommier der ihmnu Kommando gefolgt war, verlor in einem Gefecht am15. Nov. das Leben. General Scherer war sein Nachfolger,derselbe beschränkte sich ohne weiter vorzurücken auf die Ver-teidigung der Fluvia, doch auch diese war er im Begriffaufzugeben, als zu rechter Zeit die Nachricht, von dem zuBasel geschlossenen Frieden in seinem Hauptquartier eintraf.1807 im Februar rückte ein französisches Armcccorps unterGeneral Lechy (später Duhesme), unter scheinbar friedlichenGründen über die Gränzen Roussillons in Catalonien ein,uld aber warfen sie mit List, nachdem die Einnahme vonBarccllona gelungen war, diese Maske ab, und jener blutige