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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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198
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198 Erst» Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

Wohnungen sind klein und unreinlich, aber im Ganzen wohntGastfreundschaft und Redlichkeit darin; dagegen üben sie noch .heute, wie die übrigen Bewohner der Küste das Strandrechtauf eine unbarmherzige Weise. Ein Fuß der Bergkette vonAr«e endigt sich bei Faou in der Rhcde von Brest. Südlichdieser Baien sind nur kleine Hafen für Fischcrbarken, und die,Baien dieser Küsten gewahren keinen sichern Ankerplatz. Dievier Neues vom Meere entfernte Stadt Quimper ist die Haupt-stadt des Departements, der Zusammenfluß der Ströme Odet >und Benaudet bildet ihren Hafen, durch welche Küstenfahrzeuge >aus dem Busen von Gascogne gelangen, ohne daß sie durch !feindliche Flotten daran gehindert werden könnten. Die ^Stadt selbst an? Abhänge eines Hügels gelegen, ist mit Mauer» 'und Thürmen umgeben, wird aber nicht als Waffenplatz be- ^trachtet, sie ist die Garnison des vierzehnten Linienregiments.Ein berühmter Seeheld und Schriftsteller Kerguelen Tremarcc !wurde hier geboren, er starb von der damaligen Regierung ;mit Undank belohnt im Jahre 1797. Dagegen ist die südlichergelegene Stadt Concarneau mit Festungswerken umgebe»,sie ist auf einer kleinen Insel an der Bai De la Foret erbaut.Am südlichen Ende des Departements bildew die Ströme >Jsole und Jlle, welche vereinigt die Laita heißen, bei ihrerMündung den Hafen von Quimperte, welcher sehr versandet,und ohne Bedeutung ist. Das Departement vonMorbiha» ,(13te Militairdivision) beginnt mit einem der ersten Kricgshä- !fen Frankreichs, mit der 1720 erbauten Seestadt Lorient,sie ist auf der Seeseite mit einer hohen Mauer, auf der Land-seite mit fünf Bastionen, zwei halben Monden, einem bedeck-ten Weg und mit trockenen Gräben verschlossen, und gehörtin den dritten Rang der Festungen, ihr Hafen ist groß »"^sicher, mit schönen Quaien eingefaßt, auf welchen ein großesSeehospital und Schiffswerfte sich befinden. Die Stadt h^2000 Häuser auf vier öffentlichen Plätzen, und in schönen ge-raden und langen Straßen erbaut. Die Volksmenge ist in de»letzten Jahren bis nahe an 18,000 gestiegen. Der Contraadmiral Mvlini befehligt die hier stationirte Flotte. Ei»