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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Die Gränzen Frankreichs.

Städtchen steht eine große schöne Caserne, früher war dasselbe^ ansehnlicher Ort, besonders zu den Zeiten des PomponiusMela, es liegt 1f Lieues von Cette, der Aufenthalt soll^egen der Ausdünstung des Meeres ziemlich ungesund seyn.Die Straße führt nun immer längs dem Etang von Thauhin. Rechts und links liegen viele merkwürdige Oerter.Zuerst erblickt man die Insel Mageulonne, im nördlichen Theileist sie lachend und fruchtbar, im südlichen sumpfig und öde.Die Stadt auf' derselben spielte vor der Erbauung von Mont-pellier eine große Rolle; jetzt liegt sie in Trümmern und ausihrer alten Dvmkirche, ist die Scheuer eines Privatmannsgeworden, und die Raubvogel nisten in den Mausoleen derBischöfe. Diese Insel hat zu dem bekannten Volksroman dieschöne Magelona Veranlassung gegeben, den Petrarca imJahr 1320 umarbeitete. Westlich von der Straße liegen dieKrümmer des Schlosses La Mosson, dessen Bau über eineMillion Livres kostete. Der Besitzer desselben hatte sich vonrincm Aufwärter bis zum Schatzmeister der Provinz Langue-empor geschwungen und hinterließ bei seinem Tode sechsMillionen, er versammelte eine steinerne Welt, lauter Meister-stücke der Bildhauerei, um sich her, und der Garten war demAufenthalt wilder Thiere Asiens und Afrikas gewidmet; sein^ohn und Erbe verschwendete in kurzem alle diese Reichthü-mer und ließ bei seinem frühen Tode noch ungeheure Schul-en und den glänzenden Steinhaufen zurück. Das Städtchennrvntignac, mit seinen vortrefflichen Muscatweinen, bleibtsschts von der Straße in der Entfernung von zwei Lieuesü^gen, auch dieser Ort ist von einem lebhaften und bedeuten-ba Handelsplätze zur Unwichtigkeit herabgcsunken. Zweifunden por Montpellier nimmt die Landschaft eine anderegestalt an, die Ebene ist walderlos und felsige Berge ziehengegen den Strand hin. Die Stadt Montpellier selbst,ü an dem Abhänge mehrerer Hügel erbaut, deren breite Seiteg^gen Südost gekehrt ist, sie bilden gegen das Meer zu eineKette und schließen sich in Echelons an die Cevennen

Die Citadelle der Stadt gehört in den vierten RangFrankreich. 14