228 Erste Abtheilung. Dritter Abschnitt.
geben, von der Natur zum Waffenplatz bestimmt zu sey"scheint. In desto bessern Zustand befinden sich die Werke derfünf Limes östlicher gelegenen Festung St. Omer, auch s^ist von Morasten umgeben, und hat vier große Bastionen,vier Thore und auf der niederländischen Seite eine Citadelle,die mit einem großen Hornwerk in Verbindung steht, undan den Ufern der Aar befinden sich bedeutende Außenwcrke-Sie wird in die dritte Klasse der Waffcnplätze gezahlt. Aufder niederländischen Seite wegen weiter morastiger Niederun-gen keinem Angriff ausgesetzt, ist sie als Zwischcnplatz zwi-schen Dünkirchen und Liste, mehrere aus den Departementsdes Nordens und der Aisne an -ihren -Wallen vorbeilaufendeStraßen beherrschend , bei den jetzigen Gränzverhältnissen vongroßer Wichtigkeit. Südlich reihen sich die beiden FestungenAire und St. Venant an diese Vertheidigungslinie an;der erstem gehört das 400 Toisen von ihr entfernte, aufOstseite liegende Fort Francois, ein schönes regelmäßig^Fünfeck, dessen breite Gräben von der Lys gefüllt werden-St. Venant liegt in einem Morast, eine hohe Mauer u>N-giebt die Stadt, und ein starkes Hornwerk bestrcicht die EbeN^gegen Estaire.
Bethune ist nur eine Festung vom vierten Rang, undwie St. Omer der Zwischcnplatz von Dünkirchen und Li^ist, so ist es diese Festung von Lille und Thouet. EineMauer mit Thürmen umgiebt die Stadt, eine größere Bastiv"ifünf kleinere, ebenso viel Contregarden und Navelins, zw^Lunetten, und zwei, die von Aire kommende Hauptstraßeherrschende Rcdouten, bilden diese Festung. Alle dieseverfallen von Jahr zu Jahr mehr. Sehr wichtig ist diestung Arras, sie gehört in den dritten Rang der Wafsi'U'Plätze, und in die zweite Vaubanslinie. Diese Festung ^keine reguläre Form, ihre Werke werden in die der eigenschen Stadt, der Cite und der Citadelle eingetheilt; zu demstern Theile gehören drei Bastionen, vier halbe Monde, ""das große Hornwerk Dumoulin, zu der Cite drei BastilM^fzwei halbe Monde, und die von Ludwig XjV erbaute 6^'