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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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284
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284 Dritte Abtheilung. Erster Abschnitt.

stand Marschall Morticr bei Crottcndorf aufgestellt, er er-stürmte bei Wachau den Krahenwald und bewog dadurch denGeneral Grafen Klcnau zum Rückzug in den Univcrsitats-wald. Im Treffen vor Hanau befand er sich an der Seitedes Kaisers und leitete den Angriff beim Hervorbrechen ausdem Kinzigwalde. -1814 wurde er im Januar dem MarschallVictor in die Gegend von Langres zu Hülfe gesendet, balddarauf verwechselte er den Befehl über die Garden, mit demeines Armeecorps, in Gemeinschaft mit dem Marschall Mar-mont dem schlesischen Heere gegenüber und schlug sich beiChalons, Montmirail, Craon, Laon und La Fcre-champe-noise und vor den Mauern von Paris. In der Schlacht beidieser Hauptstadt führte er den Oberbefehl über alle zur Ver-theidigung versammelten Linientruppen und unterwarf sich am8. April der provisorischen Regierung. Der König behandelteihn mit großer Auszeichnung und gab ihm das Ludwigskreuz,und das Gouvernement der lOten Militairdivision. 1815 be-gleitete Marschall Mortier den König bis kille, machte ihndaselbst mit dem bösen Geist der Garnison bekannt-. und be-gab sich selbst davon angesteckt zu Napoleon. Schon im Be-griff die Garde wieder auf das Schlachtfeld zu führen, blieber zu Beaumont, den Berichten nach krank an der Gicht zu-rück.- In den 100 Tagen zum Pair crcirt schloß ihn die Or-donnanz des 24. Juli von der Kammer aus. Ludwig XVtH,der die Verdienste sehr selten, die Beleidigungen aber leichtvergaß, nahm ihn wieder darin auf, und vertraute ihm vonneuem das Gouvernement einer Militairdivision. Napoleonnannte diesen Marschall oft im Scherz wegen seiner bedeuten-den, mehr als gewöhnlichen Körpergröße, gi-aud Nm-iim-.Im Jahr 1808 vermehrte Napoleon die Revcnücn dieses Ge-nerals, indem er ihm ein Geschenk mit dem hanövcrschenAmt Calenberg und den Mühlen von Blumenau und Köl-dingen, zusammen jährlich 100,000 Franken tragend, machte.