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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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310
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310 Dritte Abtheilung. Zweiter Abschnitt.

D u p o n t (Pierre),

Gras, Generallieutenant, Großkreuz des Ludwigsordens und derEhrenlegion rc.

In der Militairschule zu Paris erzogen, war Dupont imzwanzigsten Jahre reich mit Wissenschaften ausgestattet, undtrat in die Dienste des Erbstatthalters; 1792 kehrte er indie Armee Frankreichs zurück, wurde unter Theobald Dillonangestellt, und in dem Treffen bei Tournay im Begriff einigeFlüchtlinge in den Kampf zurückführen, am Kopf verwundet.Carnot, welcher bald seine militairischen Eigenschaften kennenlernte, rief ihn zu sich und theilte mit ihm die Geschäfte desKriegs - Bureaus. Unter den folgenden Kriegsministern be-kleidete er die Würde eines Referenten in den Geschäftenwelche die Infanterie betrafen. Mit Eifer unterstützte der-selbe die Absichten Napoleons am 18. Brumaire, wofürihn dieser zum Gesandten am Türmer Hofe ernannte, undbei der Stiftung der Ehrenlegion das Kreuz eines Großofsi-ciers verlieh. 1805 bewies dieser General in dem Feldzugegegen Oesterreich, daß er mit der Führung des Schwerteseben sowohl als mit derber Feder vertraut war, am 11. Nov.eilte er spät am Abend dem von den Russen bei Duernsteinhart gedrängten Marschall Mortier zu Hülfe, und neigte da-durch den Sieg auf die Seite der Franzosen. In dem darauffolgenden Feldzuge gegen Preußen legte derselbe aufs neueglänzende Beweise seiner militairischen Kenntnisse ab, am25. Januar entschied Graf Dupont das Gefecht bei Farrers-felden in der Gegend von Danzig, wo nach französischen Be-richten die französischen Waffen den Sieg davon trugen, Na-poleon selbst erklärte ihn nach diesem Kampfe für einen derbesten Tactiker seines Reiches. Desto unglücklicher war dieserGeneral in Spanien, nach einer heldenmüthigen Vertheidigungsah er sich am 19. Juli 1808 mit 14000 Mann genöthigt