Die Generallieutcnants der köm'gl. Garde. 329
später als Brigadcgeneral der Chouans, 1799 begab sich der-,selbe zu dem Grafen Artois nach England, und kam im Jahr4801 nach Frankreich zurück. Graf Bourmont stieg und sielm der Gunst Bonapartcns- Von 1303 bis 1805 saß er so-gar im Tempel und in der Citadelle von Dijon und Besan-?on als Gefangener. Im Juli 1805 gelang es ihm zu ent-nommen, er lebte in Portugal als Privatmann, trat wiederals Generaladjutant in französische Dienste, erwarb sich vielRuhm in der Schlacht bei Dresden, und vertheidigte die of-sine Stadt Nogent drei Tage lang, (den 10., 11. und 12.Februar 1814) gegen die kriegserfahrncn Gegner Fürst LVrcdeund Graf Wittgenstein. Die Alliirten, so wie seine Lands-lcute, erkennen diese Vertheidigung als eine der schönsten Waf-senthaten des ganzen Fcldzuges an. Graf Bourmont wurdebei dieser Gelegenheit schwer verwundet, und übergab den Be-seht an den Obersten Raviere, der ihm in diesen drei Tagenwürdig zur Seite gestanden hatte. Vorn Könige wurde ihmbie Anerkennung seiner Tapferkeit durch den Oberbefehl überdie sechste Militairdivision zu Bcsanoon zu Theil, den er imJahre 1814 erhielt. Im Frühjahr 1815 begab er sich zumKönig nach Gent, und bewies demselben bei jeder Gelegen-heit Treue und Anhänglichkeit. 1815 wurde General Bour-Mvnt Chef der zweiten Division der Gardeinfantene. Am24. August 1820 ernannte ihn der König zum Eroßkreuz derEhrenlegion, 1823 bei der Armee in Spanien angestellt, be-seligte er einen Theil der Truppen, welche zuerst in MadridZuzogen. In den ersten Tagen des Juni erhielt er den Be-sohl mit 8000 Mann gegen Estremadura vorzurücken. Im^uli vereinigte er sich mit dem Corps des Grafen Bordesoultvor Cadix, und wurde im August Gouverneur von Scvilla.Eine königliche Ordonnanz vorn 9. Octvbcr ernannte ihn zum^air von Frankreich. Nach der Befreiung des Königs vonSpanien ist er als Oberbefehlshaber der Besatzungsarmee inMadrid zurückgeblieben.