Die disponibel» Generallieutenants. 357
von hier begab er sich nach Smyrna; auf einmal stellte ersich in den letzten Tagen des Jahres 1819 freiwillig, undverlangte die Revision seines Prozesses. Nachdem er mehrereAktenstücke und Billets die gegen ihn zeugten, für untergescho-ben und falsch erklärt hatte, wurde er bei gleichen Stimmenfreigesprochen. Im Winter 1822 hielt er sich eine Zeitlangzu Berlin auf, und jetzt (seit 1820) ist er wieder unter dendisponiblen Gcncrallieutcnants. Im October 1823 erschieneine Denkschrift über die Hinrichtung des Herzogs von Eng-hien, von ihm verfaßt, durch welche er sich in Hinsicht seinerTheilnahme an diesem blutigen Ereigniß rechtfertigen wollte,aber gänzlich seinen Zweck verfehlte.
Sebastians,
Graf, Generalli'eutenant, Lubwigsritter, Ritter des tückischenMondordcns erster Klasse rc.
Von Geburt ein Corsicancr, und 1801 Oberst des neuntenInfanterieregiments wurde Sebastiani vom ersten Consul zueiner Mission nach Tripolis, Egypten, Syrien und den ioni-schen Inseln gebraucht, begann am 16. September 1802 dieseReise, kam am 16. October in Alexandria, am 19. Novem-ber in Jean d'Akre an, schiffte sich am 21. nach Zante ein, undtrat 1803 im Frühjahr seine Rückreise an. In Paris erfolgtebald nach seiner Rückkehr seine Ernennung zum Brigadegene-val in der Küstcnarmce bei Brest. 1804 unternahm er einevcue diplomatische Reise an verschiedene deutsche Hofe. BeimAusbruch der Feindseligkeiten 1805, wurde er bei der Armee^"gestellt, bei Austcrlitz verwundet, und bald darauf Divi-swnsgencral, 1806 zum bevollmächtigten Minister bei der ho^hen Pforte ernannt, wurde ihm in Konstantinopel eine aus-gezeichnete Aufnahme zu Theil, der Großhcrr gab ihm seinenDrden und Napoleon sendete ihm das Großkreuz der Ehren-legion. Er verlangte am 16. September, daß der Bvsphv-