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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Nicht angestellte berühmte oder bekannte französische Generale 419

1815 befehligte er bei Waterloo die alte Garde, wurde schwerverwundet, und ist seit der Zeit auch nicht mehr in den Dien-sten des Königs.

Sorbier,

Graf, Gcnerallieutenant, Commandeur des Ludwigsordcns, Groß-kreuz der Ehrenlegion und der eisernen Krone rc.

1805 leitete Graf Sorbier in der Schlacht bei Austerlitzdas leichte Geschütz dreier Divisionen; 1806 war er Chef derArtillerie des Corps in Dalmatien; 1807 wurde derselbe indas türkische Lager mit einem Auftrage an den GroßvezicrsiesenKet; 1808 -zum Brigadegencral ernannt, diente er inItalien und wurde 1800 bei einer Recognoscirung am 30. Aprilschwer verwundet und gefangen; 1811 erhielt er als Divi-stvnsgeneral den Oberbefehl über die Artillerie der Garde undMachte in dieser Eigenschaft den Feldzug 1812 gegen Ruß-end mit, verlor am Tage des Treffens von Tarutino einengroßen Theil seiner Geschütze, an der Beresi'na und bei Wilnaklebte derselbe den Schmerz, die übrigen dem Feinde überlas-en zu müssen. Graf Sorbier beschäftigte sich im Jahre 1813^Mit, 100 Batterien Fuß- und reitende Artillerie zu errichtenvud sie nach und nach zur Armee oder in die festen Plätzeöu senden. 1814 ernannte ihn der König zum Commandeurdrs Ludwigsordens und gab ihm das Großkreuz der Ehrcn-stgion; 1815 war er Mitglied der Deputirtcnkammer unddat jetzt keine Anstellung. Man rühmt seine Freimüthigkeit,^vmit er bei mehreren Gelegenheiten sich zu Gunsten gemiß-handelter Ofsiciere in Gegenwart Napoleons aussprach.