Nekrolog. 1815. 497
bald darauf in Begleitung des Contre - Admirals Leisegues^ch Konsiantinopel ab. Mit abwechselndem Glück arbeitete^ dort den Bemühungen der Engländer entgegen, dieiu jener Zeit einen ihrer geschicktesten Diplomaten bei der ho-hen Pforte accreditirt hatten. Doch langte er im Februar1805 wieder in Paris an, ohne daß er im Stande gewesendie Anerkennung der Kaiserwürde seines Herrn bei demDivan zu bewirken. Napoleon hatte ihn nach seiner Bestei-gung des Throns von Frankreich, zum Marschall erhoben, beiVertheilung der Cohorten der Ehrenlegion war er über-gingen worden; doch sendete man ihm das Kreuz eines Groß-ufficiers nach Konstantinopel. Napoleon, der auch im Orientder Kaiserkrone schimmern wollte, war höchst mißvergnügtseinem Ambassadeur, und ließ ihn 1806 im Lager bei^vulogne zurück, wo er auf eine lächerliche Weise die Pro-klamationen Napoleons bekannt machte, und sogar den Sol-lten empfahl, sie auswendig zu lernen. Im Dec. wurdeErschall Brune zum Gouverneur der Hansestädte und 1807Mai) zum Chef der Observations-Armee in Pommern^Nannt; er machte dem König von Schweden, der selbst denberbefehl über die Armee übernommen hatte, seine Ankunft^kannt, und ersuchte ihn, den Waffenstillstand zu verlängern,diesen Tagen hatte die bekannte Unterredung statt, dieMere öffentliche Blatter wiedergaben; und die besonders der^rnative wegen sehr interessant ist, die der König den Um-2 o Unzen Napoleons stellte. Marschall Brune besetzte am^ - Aug. Stralsund und vertrieb am 24. und 25. die Schwe-de von der Insel Danholm. Bald darauf zog er sich. ? neuem die Ungnade Napoleons zu, sonst wenig abgeneigtMarschällen und Unterbefehlshabern die Quelle zur Be-^.cherung abzuschneiden, hatte ihm doch der Marschall Brune^.Eingehungen des Continental-Systcms zu theuer verkauft,» ^durch zu großem Mißvergnügen Anlaß gegeben, erseu,^ Commando und Molitor erhielt dasselbe. Von die-
»Ui, an lebte er gänzlich in einer Art von Verban-
^ "Umändern konnte wohl eine Regierungsveränderung