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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Vierte Abtheilung.

am andern Morgen die Nachricht erhielt, daß der GeneralDavidovich, dessen Angriff er fürchtete, unbeweglich stehenblieb, wurde Arcole durch einen allgemeinen Sturm wiedererobert, und die Oesterreichs zogen sich gegen Vicenza undan die Brenta; am Abend des letzten blutigen Tages wurdenoch der Flügeladjutant Bonapartes, der junge Eliot, gelob-tet. Ueberhaupt war der Verlust der Franzosen sehr bedeu-tend. Sieben Generale waren theils gelobtet, theils schwerverwundet.

Der 24. Nivose (13. Januar) war ein unglücklicher Tagfür Augereau; er mußte eiligst über die Etsch zurück, wah-rend am 26. Januar von Neuem die Offensive ergriffen wurde,woraus an diesem Tage das Gefecht bei Anguiari entstand,wo nach seinen Berichten ihm zweitausend Gefangene undsechszehn Kanonen in die Hände sielen, während die öster-reichischen nur von einigen hundert Vermißten und vier Kano-nen sprechen Dieses Gefecht war das letzte, welches Auge-reau in Italien bestand und das Ziel seines militairischenWirkungskreises daselbst.

Bonaparte fand sich veranlaßt, sechszig eroberte Fahnenund die zwischen Wurmser und Serrurier am 14. Pluviose(1. Februar) abgeschlossene Capitulation von Mantua nachParis zu senden. Er wählte dem General Augereau zu dieserSendung, ohne daß man ganz einig werden konnte, ob dieWahl auf ihn siel, um ihn in der Hauptstadt die gerechteAnerkenntniß seiner Verdienste zu verschaffen, oder ihn aufeine gute Weise von der Armee zu entfernen, in welcher seinAnsetzn in den Augen des Oberfeldherrn schon zu groß war.

Bonaparte schrieb an die Directoren: „Hier sende ichIhnen den General Augereau, einen Bürger, welcher der Re-publik ausgezeichnete Dienste geleistet hat. Ich kann nichtalles einzeln zurückrufen, was dieser General gethan hat,und doch laßt es sich in ein paar Worte fassen; es warkein glänzendes Gefecht in diesem ganzen Feld-