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Frankreich als Militairstaat unter Ludwig XVIII zehn Jahre nach dem Pariser Frieden / von Leopold von Zedlitz
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Nekrolog. 1819.

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Serrurier, Marschall von Frankreich, Commandeurdes Ludwigsordens, Großkreuz der Ehrenlegion rc. Geborenzu Laon. Dieser General machte seinen Namen zuerst in Ita-lien berühmt, wo er am 11. December 1795 den Ausgangdes Treffens von Finale entschied. Im folgenden Jahre be-fehligte er in Piemont und zeichnete sich besonders in demTreffen von Mondovi aus (20. April), nicht minder wurdesein Benehmen vor Mantua gerühmt, er unterzeichnete auchdie Capitulation dieses Platzes und zog am 2. Februar da-selbst ein. Bei dem Uebergang über den Tagliamento undin dem Treffen von Gradisca erhöhete General Serrurier sei-nen Kricgsruhm und darauf mit den eroberten Fahnen nachParis gesendet, erntete er die Lobsprüche des gesetzgebendenKörpers. Eine Adresse, welche seine Division gegen die Par-tei der Clichi erließ, war in einem drohenden Tone abgefaßt.Zum Commandanten von Venedig ernannt, benahm sich die-ser General unter den schwierigsten Zeitumstandcn mit einerFestigkeit und Geschicklichkeit, die ihm allgemeine Achtung er-warb. 1798 zum General - Inspecteur der Infanterie beför-dert, befehligte er zu Lucca und spater eine Division unterSchcrer; in dieser letzten Anstellung entzog er sich mit Muthund Geschicklichkeit der Niederlage bei Pcschiera, desto unglück-licher war er am 29. April bei Verderio, wo er nach einemhitzigen Kampfe von dem Hauptheer abgeschnitten, die Waf-fen strecken mußte. Suwarow nahm den ausgezeichne-ten Gefangenen mit vieler Achtung auf und entließ ihn aufsein Ehrenwort nach Paris. Als Bonaparte von seinem Zugeaus Egypten zurück kam, begünstigte General Serrurier diebeabsichtigte Regierungsveranderung und gewann dadurch Ein-fluß und Ansehen, so erfolgte auch 1802 seine Ernennungzum Viceprasidenten des Erhaltungssenats und im April 1804zum Gouverneur der Invaliden, auch ertheilte ihm Napoleon>m nämlichen Jahre den Marschallsstab, das große Band der

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