Nekrolog. 1820.
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hatte, stellte man ihn an die Spitze der Moselarmee. ImMonat Scpt. 1792 bewirkte er die Vereinigung seiner Armeemit der des General Dmnouriez, ein dadurch mit den Preu-ßen entstandenes Gefecht war an und für sich unbedeutend,endete aber mit einer langen Canonade in der Gegend vonValmy und gab bei seiner spätern Ernennung zum HerzogVeranlassung zur Beilegung dieses Namens. General Custinebeschuldigte ihn bald darauf die Gelegenheit versäumt zuhaben, sich Triers und Mainz zu bemächtigen, Kellermannschrieb in Hinsicht dieser Beschuldigung an den Convent, undschrieb sie der Wirkung der Tollheit oder der Trunkenheit desAngebers zu. Bald angegriffen, bald vertheidigt von denJacobinern erhielt sich General Kellermann trotz seiner Mit-telmäßigkeit als Feldherr in seinem Commando, bis er imSept. 1793 abgesetzt, in die Abtei gesperrt und vor das Re-volutionstribunal gefordert wurde, welches ihn aber am 8. Nov.1794 frei sprach; 1795 als commandirender General der Al-Penarmee angestellt, machte er durch seine Streitkräfte auf dieDevensive beschränkt, eine ehrenvolle aber nicht folgenreicheCampagne. 1797 organisirte er die Gcnsd'armerie der Re-publik, wurde 1798 Eeneralinspectcur derselben, trat nach dem18. Brumaire in den Senat, dessen Präsident er ein Jahrspäter wurde und bei der Kaiserkrönung erfolgte seine Ernen-nung zum Neichsmarschall. Dieser Auszeichnung fügte Napo-leon die reiche Senatorie von Colmar hinzu. In allen spä-tern Feldzügen war der Marschall immer thätig bei der Er-richtung der Reserve, und obgleich schon hochbejahrt war er
1813 wieder in der Gegend von Mainz damit beschäftigt.
1814 war der Herzog von Valmy der erste General, welcheraus den Händen des Königs das Großkreuz des Ludwigsor-dens empfing *). Er starb in der Mitte des Monats Sept.1820 zu Paris.
*) Auch ha^te ihm der Monarch das General - Gouvernement des El-saß anvertraut, einen Posten, auf dem er später durch MarschallSuchet abgelöst wurde.