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Der Feldzug von 1813 bis zum Waffenstillstand / [Karl von Clausewitz]
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lezene Armee vor sich; sie war von äffen andern Armee»getrennt ohne alle Communication mit ihren rückwärts»liegenden Hülfsquellen.

Daß eine solche Lage lgegen den Kaiser Napoleon zu entscheidenden Niederlagen und ungeheuern Resultatenfür ihn führen konnte, ist aus der frühern Kriegsge-schichte klar, und kein Mensch konnte es vor sich undandern verantworten, die neuen Hoffnungen Europas aufeinen so unbesonnenen Entwurf zu stützen.

Viel eher hätte mau denken kinnen, die Machtder obern Elbe mit Graf Witgenstein zu vereinigen, um^e» Vicekönig ganz von der Eibe zu vertreiben.

Dabei fand aber folgendes Bedenken statt:

Die Operationen gegen den Wicekönlg konnten et-wa Mitte April statt haben, weil zu dieser Zeit GrafWitgenstein mit der Etablirun» seiner Elbbrücke fertig »nddie Vlüchersche Armee an der niedern Saale angekom-men seyn konnte. Mitte April aber befand sich schonder größte Theil der feindlichen Macht in Thüringen ;man mußte also die ganze unbedeckte obere Elbe mit al-len Brücken aufgeben und sich auf die Brücke bei Rvs-lan zwischen zwei feindlichen Festungen beschränken. Dießwar ein sehr böser Umstand. Indessen hätte man sich die-sem Nachtheil aussetzen können, wenn man hoffen durste,gegen den Vicekönig einen entscheidenden Vortheil zu er-halten, Aber der Vicekönig, der nach allen Nachrichten

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