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Ich begab mich hierauf zu meinen Verwandten in der Nähe vonGlatz.
Am Vorabende des bestimmten lOtcn kam ein Herr, welcher sich ^gräfliche Obcrforstmeister von Marklowsky nannte, in der Eigenschabeines Abgesandten des erwarteten Grafen, und sagte mir, wie er b>e22 Meilen von Gleiwitz nach Glatz mit Couricrpferden zurückgelegt habe,um ein eigenhändiges Schreiben des Grafen Henkel zu überbringtIn diesem Schreiben versicherte mir der Graf, „wie er bei diesteneuen Verwickelung unserer frühern Angelegenheit durchaus unbethtligt sei", wenn ich jedoch mit dieser und der mündlichen Erklärungseines Bevollmächtigten nicht zufriedengestellt sein wollte, so würde cksich jedenfalls zum ernsten Rendezvous cinfindcn, nur wäre es ihmmöglich, dies zur bestimmten Zeit zu thun, da ihn wichtige Geschahabhielten; doch würde er an jedem andern von mir bezeichneten Tckim^erscheinen.
Von mir wurde nun der nächste 18te Januar zum unfehlbaren Rtdczvous anberaumt, und von Marklowsky kehrte abermals mit CoM>tPferden nach Oberschlesien zurück.
Am 17ten gegen Mittag erhalte ich von einem guten Bekannte» ^Glatz die Nachricht, daß mich Jemand noch diesen Abend bei ihm(in Glatz) zu sprechen wünsche, weshalb auch mein Freund seinepage mit der Bitte mir zusendete, ihn recht bald mit meinem Bcs»^zu erfreuen.
Ohne Säumniß verfügte ich mich nach Glatz, fand dort einengänzlich fremden Herrn, welcher mir als der Rittmeister Tulpe odervorgestellt wurde. Derselbe nannte sich mir ebenfalls als Bcvollmä^tigten des Grafen Henkel, und versicherte, wie er beauftragt sei, ^vollständige Genugthuung im Namen des Grafen zu geben. Alsdemselben wiederholt entgegnete, wie ich nur mit dem Grafen selbst "ihn einzig und allein zu sprechen wünsche und morgen früh zuverlässig ^dem Rendezvous erwarte, überhob sich der Herr General -Bevollmächt'ö
in soweit, daß er mir mit einem gewissen zuversichtlichen Tone
erklärte,
wie er nun einmal mit dem festen Willen nach Glatz gekommen se>, ^dem Grafen Henkel sehr unangenehme Angelegenheit ein- für alle»'