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ja wenn 30,000 wie Sie gekommen wären, dann —*)-Ich werde Sie jedoch drei volle Jahre aus meinereigenen Chatoulle besolden. Wenn während dieserZeit Krieg entstehen sollte, behalte ich Sie mit Freu-den, aber im Frieden finden Sie hier in Holland fürIhren militairischen Ehrgeiz keine besondere Nah-rung. Darum rathe ich Ihnen, sehen Sie sich nachetwas Anderem und Besserem um."
Diese Worte klangen nun freilich nicht sehr tröstlich und setzten micheinigermaßen in Erstaunen.
Es würde mir selbst heute noch die gehobene Stimmung, durch dieErinnerung, der ich die dicht vorstehenden Blätter geweiht, herbeige-führt, jedenfalls aber die gute Laune verderben, wollte ich hier nochmehr sagen, als daß selbst „der Daumcndruck des Allgewaltigen", wel-cher, wie meine Leser sich erinnern wollen, in preußischen Diensten sichmanchmal fühlbar zu machen wußte, bis hierher reichte. Insinuationen— natürlich nur verdeckte und, wie ich glücklicherweise hier offen beifü-gen kann, aus höchst unlauterer und unedler Quelle — suchten auf dieseArt meine äußere glückliche Stellung zu gefährden.
(Zu diesem letzten Ausspruch habe ich, per purentbegs gespro-chen, das vollste Recht; beliebt es übrigens Jemanden sich durch den-selben berührt zu fühlen, dem kann ich mit mündlichen Auseinandersetzun-gen und schriftlichen Details aufwarten.)
Doch ich wollte mich ja über solche Nichtigkeiten nicht erst ärgern,im Gegentheil, ich will hier dies dankbar anerkennen, denn ohne solchewürde ich meine Wanderungen hiermit schließen und des Vergnügensentbehren müssen, fernerhin freundliche Theilnahme zu gewinnen.
Im März 1835 ging ich nach England, neunzehn Monate späternach Spanien.
Liebenswürdigster Leser! dort im schönen aber sehrheißen Lande der goldenen Hesperidenfrüchte sehen wiruns nächstens wieder.
*) Diese hier wiederholte Redensart des Königs hat derselbe noch oft, als ich ihnin Berlin und Schlesien als Grafen von Nassau wieder sah, mir zugewendet. Sieschien stehende Redesigur zu sein.