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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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Fleschen, »on denen die erstem geschlossen, die an-dern beiden aber hinten offen, «nd die Brillen mitFlanken versehen sind. In der neuern Zeit hat manöfters auch Horn - (OuvraZs ä Oorue) und Kron-wcrke (Louronas) zu Behauptung nahe liegender An-höhen, oder als Brückenschanzen angewendet. Die er»siern bestehen aus zwei halben Bollwerken, 8 Fig. g,bisweilen aus einen» Ravelin L, und den Flügelnoder langen Seiten ^6 und LO, die einander paral-lel oder auch wohl hinten zusammen gezogen sind. Ent-hält die Fronte ein ganzes 8 und zwei halbe Bollwer-ke, Fjg. io. -l. und 6, wird es ein Kronwerk ge-nannt, dem man bisweilen Ravcline v, L, ja Wohlnoch ein oder zwei Bollwerke hinzugefüget. Haben dieseWerke Tenaillen anstatt der Bollwerke, und hintenZusammengezogene Flügel, so heißen sie Schwalben-schwänze Ilk'OI, Fig. 9 . oder PfaffenmützenH.86VL, Fig. ii.

Um das Wasser in einem trockenen Graben zu «.sammeln, und das Ausreisten des Grundes der Futter-Mauer am innern und äußern Rande (lircarpe undslonrreezcarpe) zu verhindern, wird in der Mitte des-selben ein kleiner Graben, die Cünette, gezogen. Ineinem Wassergraben wird das Wasser durch Bäre (6a-tsrcieaux) oder steinerne Dämme aufgestauet; durchUeberfälle (severroirz) in schicklicher Höhe erhal-ten und durch Schleusten abgelassen, die entwederStau- oder Flucht-Schleusfen (kclures äs ckias-56 oder äe kuirs) sind, je nachdem sie oberhalb oderunterhalb eines Werkes liegen.

Der Hauptwall sowohl als die Aussenwerke tvcr-»'«>°<«,den jenseits des Grabens von dem bedeckten Wege(Lllsmin eouven) umschlossen, dessen Glacis sichin das Feld verläuft, und hinter seinem Kamme (6rö-tv) einen Auftritt und gewöhnlich eine oder zwei