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Die gewöhnlichen Brand- und Leuchtkugeln bestehen blos aus ^dem Kunsifeuersatz, der in einen leinenen Sack gefaßt undmit fingerdicken Schnüren überstrjckt, auch wohl von 6 eiser- ^nen Rippen umschlossen ist. Diese Körper gewähren aber wr- ^
gen ibrer zu großen Leichtigkeit nur kurze Wurfweiten und p
kein genaues Treffen des zu beleuchtenden Punktes y
Handgrq. 12 . Bei dem Angriff und der Vertheidigung desUltra. bedeckten Weges wurden früher die Handgranaten sehr p
häufig angewendet, und sie scheinen nicht ganz mit e
Grund aus dem Belagerungskriege verwiesen worden 8
zu seyn. Sie wiegen 2 bis Pfund und sind Z bis qZoll im Durchmesser groß. Damit sie nicht zu früh f>
springen, müssen ihre Zünder wenigstens ig Sekunden d
brennen. Ihre Wurfweite mit der bloßen Hand ist d
nicht groß; mit einer ledernen Schleuder würden sie st
sich bis auf ivo^Schritt werfen und gegen die feindli- bi
chen Logementer und gegen die couronnirtcn Minentrich- ft
ter mit Vortheil gebrauchen lassen. si
Die Pulversäcke dienen zu demselben Behuf;sie fassen 2 bis 3 Pfund Pulver, sind von dichter Lein- h
wand, mit Pech getauft und mit einem eingebundenen ^
Bombenzünder versehen. Die Pechfaschincn und I
Pech kränze sind zu dem Anzünden bestiinmt. Die d.
Sturmfässer, Sturmwalzcn rc., die man in den frühem bi
ren Zeiten zur Vertheidigung der Bresche anwandte, st
sind aus dem Gebrauch gekommen. k.
Zu diesem Zweck würden die ehedem üblichen Feuerlqnzen noch ^mit Vortheil zu benutzen seyn, wenn jeder sechste Mann des ^. zweiten Gliedes 3 oder 4 dergleichen Feuerlanzen anstatt ades Gewehres bekäme, die aus Zo Zoll langen Hülsen, mit H
sogenanntem Brilliantsatz geschlagen und auf einen 6 Fuß lan> ^
ge» Stock befestiget, bestehen.
PUr«ung 13- Das kleine Gewehr, seiner bekannten ge»
ringen Wirksamkeit ohngeachtet, muß bei der Berthe!» ^digung der Festungen nur zu früh an die Stelle des
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