Buch 
Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
Entstehung
Seite
232
JPEG-Download
 

2Zs

Die Verbesserung aller tiefer wesentlichen Mänqel ist durch ihreDarstellung leicht zu finden. Vergleiche BöhmS Aricgsbauk.§. Zio »c>uv. melho>>o eie torriher giebt über-

haupt sehr brauchbar« Ideen in Hinsicht der irregulaire» Be-festigungen an- Landsberg, Montalembert und Be-ta ir sind ebenfalls hierüber nachzulesen.

Derstär»

kungomik

tel.

229. Bei allem provisorischen Festungsbau kannvon Futtermauern, Kasematten u. dgl. die Rede nichtseyn. Man muß sich begnügen, die Escarpen undContl'escarpen blos aufznplacken oder mit Rasen zu ver-kleiden. Obgleich man ihnen in diesem Falle Etwasmehr Böschung geben muß, als den Verkleidungs-mauern, kann jene doch bei gutem Boden weit steilergehalten wek'dcn, als man gemeiniglich glaubt. Eswird dadurch auch die Ersteigung einer Erdbrnstwchrunmöglich, besonders wenn diese einige Zeit gehabt hat,um mit Rasen zu überwachsen,

Das gewöhnlichste und zweckmäßig angewen-det beinahe wirksamste Verstärkungsmittel provisori-scher Befestigungen sind die Pallisaden, die in der neue-sten Zeit oft beinahe gemißbrauchet worden sind. Nichtsist wohl geschickter als sie, den stürmenden Feind auf-zuhalten; nichts ist aber auch leichter aus dem Wegezu räumen, als Pallisaden, wenn sie frei auf den Ho-rizont gefetzt sind, um zwei betaschirtc Forts zu verbin-den, oder um irgend eine Oeffnung zwischen den Wer-ken zu verschließen, wie sie gewöhnlich in dem letzter»Kriege von den Franzosen angewendet wurden. Amzweckmäßigsten werden sie in den Graben gesetzt, unddabei in Verbindung mit Halben Caponieren zur Sci-tenbefestigung der todten Winkel geordnet. MehrfacheReihen Pallisaden im Bedeckten Wege haben zwar frü-her öfters gute Dienste geleistet; diese lassen sich jedochgegenwärtig bei dem häufigen Gebrauch der Rikoschet-l ngcln nicht mehr von ihnen erwarten; auch dürste ein,