Ziegelnoder Back-steine.
260
macht zwar seine Bearbeitung schwieriger, als die an-derer Steine; dagegen prallen die Stückkngeln fastwirkungslos von ihm ab. Er giebt deshalb ein treff-liches Baumaterial zu den Frontmauern der Defensiv-kasematten, Donjcons u. s. w. ab, und man sollte ihmvorzugsweise überall da anwenden, wo er leicht zu ha-ben und seine Herbcischaffung nicht zu kostspielig ist.
Eben so verhält sichs mit dem Basalt und denLaven. Sie verwittern beinahe gar nicht, und leistendenselben, wo nicht einen noch großem Widerstand,als der Granit. Man findet besonders in einigen Ge-genden des Rheinstromes verschiedene Gattungen Lavenin hinreichender Menge, um sie als Bausteine benutzenzu können; und die neuerdings angeordneten Versuchewerden über die Wirkung des Kanonenfeuers gegen diedaraus aufgeführten Mauern, und folglich über ihrevorzüglichere oder geringere Anwendbarkeit zum Fe-stungsbau entscheiden.
Die Futtermauern der alten Festung Famagusta waren von Tuf-steinen erbauet, und sollen (nachLorini S. 75) in der Tür-kischen Belagerung eine außerordentliche Dauer bewiesen haben.
Der Schiefer würde da, wo er häufig bricht, blos zu demGrundbau in trockenem Boden, oder zu Bekleidung der Con»trescarpen und Kehlen angewendet werden können; weil erwegen seiner großen Zersprengbarkeit den Stückkugeln zu we-nig Widerstand leistet.
241. Theils die Schwierigkeit: überall gewachseneoder Bruchsteine zu finden; im Gegensatz der Möglich-keit: an allen Orten Ziegel zu verfertigen und zu bren-nen; theils die Meinung der Kricgsbaumeister: daßdie Wirkung der Stückkugeln auf Ziegelmaucrn gerin-ger fey, als gegen Bruchsteinmauern, hat dem Ziegelallgemein den Vorzug bei dem Festungsbau verschafft;obgleich die festem und dichteren Steinarten, Granit,Basalt, Lade, ja selbst Sandsteine unbezweifelt weniger