von dem Pariser Mauermeister Lo l'iot bekannt gemacht,und nachher mit einigen Abänderungen von dem Archi-tecten Fleuret bei Verfertigung seinem künstlichenSteine (pieri-68 lacrice,,) angewendet worden ist. Lo-riot macht nemlich aus ^ Kalk, ^ klar gesiebtem Zie-gelmchl und L Flußsand, einen etwas flüssigen Mörtelzusammen, dem er nachher beim Gebrauch noch ohn-gefähr ; lebendigen Kalk hinzufüget. Es darf jedochhier des letzter» weder zu wenig genommen werden,weil dann blos ein schwacher Mörtel erzeuget wird;noch zu viel, damit er von der, im Mörtel vorhande-nen Feuchtigkeit völlig gefattiget werden kann, weil eraußerdem abbröckeln würde. Um den lebendigen Kalkzu erhalten, schlägt der Chemiker vor! dest gebranntenKalk an der Lust zerfallen zu lassen, und die dadurchvollkommen abgelöschten Stücken in einem besondernWindofen unter fleißigem Umrühren nochmals zu glü-hen und dadurch in ein feines Pulver zu verwandeln.
Diese Art Mörtel, mit dem sowohl von den Fran-zösischen als Preußischen Ingenieuren ziemlich befriedi-gende Versuche angestellt worden sind, wird jedoch vondem Architekten Fleuret blos auf, an sehr feuchtenOrten stehendes, Mauerwerk beschränkt. An trocknenaber wird er für unbrauchbar und der Dauer des letz-tem nachthcilig erkläret. Man soll dagegen den Kalk,>n kleine Stücken, von der Größe eines Eies, zerschla-gen, und in einem durchlöcherten Korbe, durch Ein-tauchen in Regen - oder Flußwasser, ablöschen, undihn mit ^ groben oder ^ klarem Sande vermischt,Unverzüglich aistvmden. Fleuret verfertiget aus die-sem so gelöschtem Kalk, dem er ^ klar gestoßene Dach-ziegel , oder irdene Gefäße, oder zerstoßene Eisen-schlacken , oder auch wohl Stcinkohlenasche, und § Sänü»usttzt, Wasserröhren, Tröge rc., welche Nach gehörigemAustrocknen in einem kühlen, gegen die Sonnenstralen
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