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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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Lurch Anzünden der Bürgerhäuser fördert- muß mandie Mörser entweder durch bedeckte Stände schützen,oder sie auf die Neben, Rgveline stellen, wenn es dieBeschaffenheit der Angrisssseite erlaubt. Wie Vortheil,haft es für die Vertheidigung ist: wenn man die Vol-' kendung der zweiten Batterien nur um einige Tage ver,zögern kann, bedarf keiner Auseinandersetzung.

Der niedrige Stand deS Geschützes i» Defensivkascmattm oderselbst auf einer ffanffebray giebt bei einer entsprechenden Ab-dachung des Bedeckten WegeS so daß sein Gang aufwärtsbis unter die Schußlinie der in den Kasematten stehenden Ka-nonen aufwärts abfällt giebt besonders Gelegenheit, dieLogementer und die zweiten Batterien des Feindes sehr wirk-sam zu beschießen. Es wird dem letztern nur mit der äußer-I sten Anstrengung und mit vielen Berlust gelingen: jene wirk-

^ lich zu vollenden. Struense« §. 496 sag-

6,g. Ist der Belagerer unvorsichtig genug: denUebergang über den Graben zu unternehmen, noch eheer die Contrebalterien beendiget und die Flanken dc«montirt hat, wird man ihm denselben bei einem Was»sergraben unmöglich machen können. Kein Faschinen-dämm, keine Brücke wird den gegen sie abgeschossene»Stückkugeln widerstehen; die Arbeit wird schneller ver-nichtet als gemacht seyn. Ueberhaupt findet sich der! Belagerer jetzt in einer weniger Vortheilhaften Lage, alszu Anfange der Belagerung. Auf allen Seiten vondem Belagerten eingesehen und beschossen, muß er sichauf einem engen. Raume bewegen, w,o ihm bei jedemSchritte der Umriß des Grgbens, die Rcduits der ein-gehenden Winkel und die Erhöhungen und Vertiefungendes Bedeckte» Weges hindern. Fehlt es der BesatzungUicht an Muth und Thätigkeit; findet, sie tausend Mit-ie^> ihm jeden Schritt zu erschweren und mit Bluterkaufen zu machen. Es ist leicht möglich: ein oderzwei Geschütze in einem tiefen Staude.auf dem Wall-

Hvyer'S Kriegsbauk. ck.