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Lehrbuch der Kriegsbaukunst : zum Behuf der Vorlesungen in Kriegs- und Ingenieur-Schulen / von J.G. v. Hoyer
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250
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hirr «rwähnt« innere Befestignng zu gewälzt,. Man solltebki Anlegung ncucr Festungen diesen Umstand Nie aus dentzlugcn setzen, und anstatt «ine so ziveckmäsngc Einfassung nie-derzubrechen. sie viclmcbr zu erhallen und zu verstärken su-chen. In Saragossa waren schon im voraus die Häuser inallen Stockwerken, seilst in allen Zimmern mit SchießlLcherndurchbrochen; die Fenster, und Tdüien mit Balkenholz versetzt,nutz die Straßen der Lauge nach mit Geschütz bestrjchen. ttziZhakten die Franzosen auch die Vorstädte von Dresden beinaheauf diese Ärt eingerichtet, jidoch mit geringerer Umsicht unddcKhgkb weniger zweckmäßig.' '

.dj»g 62g. Wenn die Festung eine Citadelle hat;kUasellV. Iv'td sie nach gelegter Bresche, oder auch wohl erstnach Festsetzung des Feindes auf derselben, verlassen,und die Besatzung ziehet sich nach der C tadelle zurück.Gewöhnlich wird vorher mit dem Belagerer über dieStadt unterhandelt, so daß der Angriff nicht aus der»selben gegen die Citadelle gcführet werden darf; umdie Häuser und die Bürgerschaft zu schonen; die zu-rückgelassenen Kranken und Verwundeten werden seinerFürsorge empfohlen u. s. w.

Daß der Commandant vorher schon die Citadellemit allem versehen haben wird, was zu einer kräftigenVertheidigung nöthig ist; verstehet sich von sechsten.(Struensec l. r. §. gg-r n. 67k.) Alle Seiten der-selben, sowohl gegen die Stadt als gegen das FeldMüssen IN gutem Stande seyn, so daß der Feind ge.zwungen ist: eine neue Belagerung zu füh«ii,.m,d denBesitz dieses Zufluchtsortes mit neuer Arbeit und.neuemVerlust zu erkaufen. Wenn es daher nicht andere Um-stände verbieten, wird der Belagerer sich immer zu-erst gegen Hie Citadelle wenden, und -diese einzuneh-men suchen; in der Ueberzeugung: daß er mit. ihr zu-gleich auch die Festung bekommt, und keine zweifacheBelagerung führen darf. Allein, öfterer hat der Er-halter der Festung seine ganze Aufmerksamkeit der Ci-