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2 (1822) Zweiter Band welcher einen Nachtrag zum ersten Bande, die Lehre über die Kugelbahn und Wahrscheinlichkeit des Treffens, und ferner eine Abhandlung über die Artillerie der englischen Marine und einige Nachrichten über die preussische Artillerie enthält / von Carl Friedrich Borkenstein
Entstehung
Seite
III
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ES scheint also, als wenn dieser wichtige Gegenstand wohl eine genauere Untersuchung,bei welcher beide Einrichtungen, in Rücksicht der dadurch hervorgebrachten Wirkungen,Miteinander verglichen werden müßten, verdienen möchte. Sollte nun diese Untersuchungzum Vortheile des dpfünders ausfallen, so würde alsdann freilich das System einerFeldartillerie, nicht aus Kanonen von ähnlichen Körpern oder von einerlei Proportionbestehen, sondern hier eine andre Art von Einheit hervorgebracht werden, welch.- darinbestände, dem Geiste durch die Einfachheit Vergnügen ju gewähren.

Indessen würde diese Einfachheit doch nur in der Größe deS Kalibers bestehen; dieübrigen Dinge, die Ladung und die Construction der Kanonen, würden nach verschiedenenGesetzen bestimmt werden müssen, und in dieser Rücksicht also weder Einfachheit nochEinheit vorhanden seyn.

, V.

Ein Artillerlesystem ist schön, wenn die einzelnen Theile desselben eine solch« Har-monie unter sich und mit dem Ganzen, und solche Verhältnisse gegeneinander haben, wo-durch selbige ihrem Zwecke und demjenigen deS Ganzen vollkommen entsprechen. Es istaber im i. Bande gezeigt worden, daß die drei Kaliber, nehmlich das 1600 Pfund schwerer-rpfändige, daS 1200 Pfund schwere ypfündige und das 9Z0 Pfund schwere 7 pfundige,obig« Eigenschaften haben, und folglich wäre wohl eigentlich kein Grund vorhanden, dieseKanonen in 9 Pfänder zu verwandeln, wenn daraus nicht andre, sehr wesentliche Vor-theile erwachsen könnten. Nachtheile hat eS nicht, wenn die Kugeln verschieden sind,denn eine Verwechselung der Munition, ist bei einiger Vorsicht und Aufmerksamkeit nichtleicht denkbar, und wenn eine solche Verwechselung wirklich zu befürchten wäre, so könnt«selbige ja noch leichter bei der spsündigen Munition geschehen, bei welcher verschie-dene Ladungen statt finden, weil die Kanonen verschieden im Gewichte sind. ES ent-stehet aber auch kein wesentlicher Vortheil daraus, wenn die Kugeln sämmtlich von einer-lei Gewichte sind, ja es ist sogar nachiheilig, denn der 9;o Pfund schwere 7 Pfänder istein besseres Geschütz als der 9;« Pfund schwere 9 Pfänder, indem dieser bei derselbenLadung eine kleinere Schußweite als der 7pfündrr hat, und die Wirkung der Kartät-schen bei beiden Geschützen vielleicht dieselbe ist.

Ich glaube deswegen doch noch immer, daß «in solches System, Lei welchem man12 Pfänder, 9Pfänder und 7Pfänder von einerlei Proportion hat, den Vorzug vor Pfän-dern von verschiedener Proportion haben würde. Es bedarf dieser wichtige Gegenstandder Artllleriewiffenschast wenigstens einer sehr sorgfältigen Prüfung, «he man es wagendarf, darüber zu entscheiden« .

Echarnhorst sagt xass. im zweiten Bande seine- Handbuches folgendes überdie östreichisch« Artillerie:Die östreichische Artillerie ist eine der ersten, weiche eine fystr-