XXI.
Was wlrb man aber wohl zu dem Siebenpfänder sagen? „Der Verfasser formtkn feinem Studierzimmer, mir nichts, dir nichts, das ganze Artilleriewesen um, alswenn es eine eben so leichte Sache wäre seine Vorschlagt anzunehmui, als Projektezu machen?" Hierauf habe ich Folgendes zu antworten-- Weil ich mich von der Rich-.tigkeit und Gründlichkeit meiner Vorschläge überzeugt habe, so darf ich mit selbigen auchnicht hinter dem Berge halten, sondern mit dieser Batterie rasch die Anhöhe ersteigen,um das Schlachtfeld mit raflrenden Schüssen zu bestrelchen. Der Siebenpfünder gehörtin das System von der — wahrlich durch kein Spiel der Einbildungskraft, der Willküheund des Zufalles entstandenen — Zahl izz auf jedes Pfund der Kugel, bei welchem Sy-steme die Ladung H des Kugclgewichts oder des Gewichts der Kanone ausmacht;und wenn ich das System der Haubitzen, mit dem Systeme der eben so schweren Kano-nen, auf solche Art in Verbindung bringen wollte, daß die Kugel der Kanone genau dop-pelt soviel wog, als die Granate der Haubitze, welche dasselbe Gewicht hakte als die Ka-none, welches den Vortheil hatte, daß die Ladungen und das Gewicht der Kartätschen,bei allen Kalibern nach einerlei Grundsätzen regulirt werden konnten; so paßte sich dazu
kein
«eil eL mit zu vielen Schwierigkeiten und Unkosten verbunden wäre neue Kaliber einzuführen, ftwürde, wie ich glaube, folgendes am zweckmäßigsten seyn: Man versehe drei Batterien von denvorräthigen 1200 Pfund schweren metallenen ü Pfändern, mit englischen Lasteten, Protzen und Muni,tionSwagen, unh lasse diese Geschütze die Stelle her ypftinder vertreten. Es ist aber ausdrücklich«Bedingung, diesen Geschützen englische Lasteten und Protzen, mit 5 Fuß hohen Rädern voneinerlei Eonstruction zu gehen, damit man mit diesen Geschützen selbst bei der Fußartillerie bei einerBespannung von 6 Pferden rasch vorwärts kommen könne.
2 n einem Berichte, welchen ein französischer General über die großen Manöver machte, welche vonder Occupationsarmee kurz vor ihrem Abmarsch« aus Frankreich ausgeführt wurden, stehet folgendewichtige Bemerkung: (Dr, pin Vozaxes ilnn., Is Orange-Rnckogno).
„Die englische Artillerie, (welche aus ypfündern bestand,) ist den Bewegungen der Divisionen, in„den beschwerlichen Desilren des Escaillon, und auf der Ebene jenseits, ungeachtet der Hindernisse bis„zu den Höhen von FamarS gefolgt, indem sie hier zu gleicher Zeit mit den Truppen eintraf. Diese„Position ist durch eine tiefe und beschwerlich zu passirendc Schlucht gedeckt, welche von der eng-lischen Artillerie, wie von der EavaUerie passirt wurde. Unsere Artillerie (die fran-zösische mit niedrigen Protzcnxadern) würbe diese Hindernisse nur mit vielem Zeitverlust und vieler„Arbeit passirt haben."
Mit englischen Lasteten und Protzen, können nun die 1200 Pfund schweren ^Pfänder, welche 300Pfund, und mit der Lastete wahrscheinlich gegen 400 Pfund leichter sind, als die englischen tzpfünder,in Norwegen eben so gut und besser fortkommen, als die englischen in Spanien. Man muß s-ltzige aberbei z Pfund Ladung mit einer z . 4,5 --- iZr Pfund schweren Kartätsche laden, denn sonst hilft ihnendas größere Gewicht zu nichts. Auch würde es gut seyn, sie mit kupfernen Zündlöchern zu versehen.Um aber für die geschwinde Artillerie «in paffendes Geschütz zu haben, würde man neue M Pfundschwere üpfünder von gegossenem Eisen einführen müssen, welches vielleicht auch schon jetzt geschehen ist,indem solches vor einigen Jahren vorgeschlagen, und höhern Orts genehmigt wurde. Diese 6-fünder
würden