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2 (1822) Zweiter Band welcher einen Nachtrag zum ersten Bande, die Lehre über die Kugelbahn und Wahrscheinlichkeit des Treffens, und ferner eine Abhandlung über die Artillerie der englischen Marine und einige Nachrichten über die preussische Artillerie enthält / von Carl Friedrich Borkenstein
Entstehung
Seite
XXIX
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tisn ziehet, noch kein vollkommen richtiges Resultat geben, denn sonst welke es unbegreif-lich, wie 2; Kaliber bei derselben kadung von 4 Pfund, Line größere Schußweite gebe»konnte als 16,7 Kaliber, wahrend 20 Kaliber eine geringere gäbe. Es scheint aber ausden Versuchen doch soviel zu folgen, daß bei H kugelfchwrrer kadung, elnegrößere Länge alö 167 Kaliber nur unbedeutend jur Vergrößerung derSchußweite beitrage.

Ferner ist daraus ju ersehen, daß die Labung bei der känge von 16,7 Kaliber nicht4 , Pfd.groß genommen werden dürfe, weil alsdann die Schußweite wiederum abnimmt, alsoscheint die Ladung von ^ des Kugelgewichts der Länge von 16,7 Kaliber,ungefähr adäquat zu seyn, und es müßte also adäquate Ladung und ad-äquate Länge, zu gleicher Zeit statt finden.

L. In Rücksicht des Lpfünders.

Was den 8Pfänder betrifft, so kann man sich auf die aus b und ra Schüssen gezo-genen Mlttelzahlen nur wenig, oder gar nicht verlassen; wenn man dieses aber in diesemFalle wegen zufälligerweise ziemlich regulair gegangenen Schüssen könnte, so würben dieVersuche lehren, daß man die 8 pfundige Kanone bei 2; Pfund oder kugelfchwererLabung nicht länger alS 1; 6 Kaliber machen müsse, um die größte Schußweite zu be-kommen. Man darf aber auch die Ladung nicht sZ oder ^ oder etwa H kugelschwer ma-chen, wenn bei der Länge von 15.6 Kaliber, die Schußweite nicht wiederum abnehmensoll. Die Ladung, welche den dritten Theil des Kugelgewichtö beträgt ist schon zu großfür eine Lange von r;,6 Kaliber; machte man die Kanone aber länger, z. E. »6 Kaliberlang, so würde ^ kugelschwere Ladung wahrscheinlich dieser Länge ungefähr adäquat seyn,welches mit den im ersten Bande angeführten, bei der schwedischen Marine angestelltenVersuchen über die Längen und Ladungen der schweren Seekanonrn übereinstimmt-

XXXl.

In Rücksicht der Längen der Delagenrngskanonen ist noch Folgendes zu bcmerken:Es ist §. 72 die känge, welche ein Lqpfünder in die Schießscharte hinreichen muß, aus»der Länge des englischen 19 Kaliber langen 24pfünders, zu ; pariser Fuß gefünden wor-den. Man glaubt, daß eine solche känge des Hineinreichens, deswegen unumgänglichnothwendig sey, um die Schießscharte nicht s,hr bald durch den Dunst zu verderben»Wenn man aber aus den Versuchen des Herrn General von Helvlg weiß, daß sichdas Gas oach allen Seiten der Axe der Seele unter einem Winkel von 6 Graden aus-breitet, und also elnrn Kegel bildet, dessen Seiten einen Winkel von 12 Graden ernschkie-ste«; so scheint die Länge des Hineinreichens der Kanone in die Schießscharte, unter derBedingung, baß sich die Wände derselben um 6 Grad erweitern, und die Konone nuplabrr Mittellinie der Schießscharte, fAxc der Schießscharte, wie Montakembert

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