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2 (1822) Zweiter Band welcher einen Nachtrag zum ersten Bande, die Lehre über die Kugelbahn und Wahrscheinlichkeit des Treffens, und ferner eine Abhandlung über die Artillerie der englischen Marine und einige Nachrichten über die preussische Artillerie enthält / von Carl Friedrich Borkenstein
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calfeuer dir Basis der Vertheidigung jetziger Festungen sey. Das ist derlebendige Geist seiner Abhandlung

Wenn Herr Carnot sich aber in Rücksicht der Mittel, dieses Vertlcalfeuer amwirksamsten auszuführen, Irren sollte, und wenn also die ^pfundigen Kugeln nicht wirksamgenug waren, so liegt in diesem Vorschlage das tödtende Wort.

Nur die Zeit, eine vollständigere Ausbildung der A rtllleriewlssen-schüft durch Versuche, können die wahren Mittel zeigen, um das Vertlcalfeuer so wirk-sam anzuwenden, wodurch sich selbiges als Basis der Vertheidigung bewährt finden wird.

Wenn man »2 Mörser anstatt der Carnot sehen 6 hat, und aus ihnen ; pfundigeanstatt ^pfundige Kugeln wirft, so hat man dieselbe Menge der Projectilen als Carnot,und ohne Zweifel die gehörige Wirkung; und wenn ^pfundige Kugeln noch nicht helfen wol-len, und man also rpfündige nimmt, so-warum sollte es wohl nöthig seyn, hier AllrS

so haarscharf zu entwickeln?-

Genug, die jetzigen Vaubanschen und Cormontaigneschen Festungen werdet»ihre Rettung nur allein durch das Derticalfener erhalten. Eine Montalembertsche Fe-stung hingegen würde dieses Mittels kaum bedürfen, indem das aus gedeckten Geschützge-wölben hervorgehende Kanonfeuer, es möglich macht, eine sehr große Anzahl rasiren-der Schußlinien^zu haben, welche die Festung unangreifbar machen.

Was die Kosten der Mörserkartalschen zur Ausrüstung einer Festung betrifft, s»erinnere man, daß ich im ersten Bande, wie ich glaube, mit Recht gesagt hab», daß eineeiserne Nationalbank die Garantie zur Sicherung des Reichs in sich enthalte. Wenl»der Staat Geld genug dazu hat, Festungen zu bauen, so muß sich selbiger auch die gehö-rigen Mittel anschaffen können, die gebaueten Festungen zu vertheidigen; denn sonsthätte man ja die Festungen lieber ungebauet lassen können.

Die fünfte Einwendung beS Herrn Paixhans gegen die Carnotsche Bertheidk--ungsmethode, ist folgende:

Das von Herrn Carnot vorgeschlagene Feuer, würde zerstreuet, unbestimmt und di-vergent, und gegen die Theile des Terrains, welche vom Belagerer nicht eingenom-men wären, beinahe gänzlich verloren seyn. Wenn man unbestimmt Alles treffen will,so wird man einzeln genommen, keinen bestimmten Raum treffen. Die wichtigern Ar-beiten des Belagerer würden nicht mehr und nicht besser, als der übrige Boden ge-troffen werden. Indem Herr Carnot den Effect unnützerweise überall zerstreuet, sowird selbiger nirgends von Bedeutung seyn. Er würd« zwar stets dem Angriffe ent-gegen arbeiten, aber durch feine Methode niemals ein Aufhören desselben bewirken;und endlich ist dasjenige, was Herr Carnot einen Regen nennt, in Wahrheit ei»Regen von Eisen und Blei, aber auch nur ein Regen."

Herr Paixhans verzeihe mir, wenn ich hier entgegengesetzter Meinung seyn muß.Well der Bombardier, der sich durch die in Friedenszeiterr angestellten Versuche, eine rich-

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