Buch 
2 (1826) Von der Verschwörung des Catilina bis zum Untergang des weströmischen Reichs / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
Entstehung
Seite
39
JPEG-Download
 

3*m«

Diese Rede schloß Eäsar mit einer Aufmunterung, nichtkleinmüthig zu werden, oder was man durch den nach-teiligen Standort gelitten habe, der Tapferkeit desFeindes zuzuschreiben.

Belagerung und Eroberung von Alesia, *£.

Der gallische Feldherr Vercingetorix, welcher vonCäsar geschlagen worden war, flüchtete sich nach Alesiaim Mandubischen. Cäsar ließ das Gepäcke unter demSchutze von zwey Legionen auf einem nahe gelegenenHügel zurück und sczte mit dem Rest des Heers demgeschlagenen Feinde nach. Etwa 3ooo Mann derNachhut wurden niedergehauen und am folgenden Tagvon den Römern ein Lager vor Alesia geschlagen.

Cäsar untersuchte die Lage der Stadt und ließ hie-rauf die Einschließung derselben- beginnen. Mesia lagaus der Spitze eines Hügels; auf zwey Seiten desselbenliefen zwey Flüsse vorbey. Vor der Stadt dehnte siche <»e Fläche von etwa drey Meilen in die Länge aus.

Auf der östlichen' Seite befand sich dicht unter dendauern der Stadt das zahlreiche Lager der Gallier,das mit einem Graben und mit einer sechs Fuß hohenMauer umgeben war.

Die Linie der Römer betrug ti,ooo Schritte imUmfang; sie hatte dreyundzwanzig Vorburgcn (Basiiv-Mn), die, um Ucberfällen vorzubeugen, bey TagePosten gestellt wurden; des Nachts wurden sie vonstarken Truppenabtheilungen bewacht. Während derArbeit wurde die gallische Reiterey häufig mit der rö-mischen handgemein; beyde Theile fochten mit der groß-