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2 (1826) Von der Verschwörung des Catilina bis zum Untergang des weströmischen Reichs / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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104
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Labre

©Sr lvar von vielen Thälern durchschnitten, die Bäumedicht und hoch gewachsen, so daß die Römer, schon vordem feindlichen Ueberfall, am Fällen derselben, anWcgbahnung und Brückenschlägen volle Arbeit hatten.Ueberdieß führten sie eine Menge Wagen und Lastthierebey sich/ als zögen sie durch Freundes Land. Kinder,Weiber und Troß folgten ihnen in Menge , und schondieß hinderte sie, auf dem Marsche geschlossen zu bleiben.Stürmisches' Regenwetter überfiel sie und trennte sienoch mehr. Der Boden-war schlüpfrig, und machtejeden Schritt für sie gefährlich, während abgebrochene,herabstürzende Aeste und Kronen der Bäume die Ver-wirrung vergrößerten. In dieser unbehülflichen Lagebefanden sich die Römer, als die Germanen von allenSeiten, unerwartet, aller Wege kundig, die dichtestenWälder durchdrängen, sie überflügelten und Anfangsnur von weitem mit Wurfwaffen beschossen, später aber,als sie viele Römer fallen sahen, sich naher an siemachten. In Schlachtordnung konnten sich die Römernicht stellen, weil Wagen, Wehrlose und Bewaffnete

1 in der Verwirrung durcheinander gemengt waren. Eswar unmöglich , die Glieder zu schließen und selbst anZahl waren die Römer den Feinden nicht gewachsen,die ihre Angriffe mit wachsendem Ungestüm erneuertenund den Römern großen Verlust beybrachten.

Sobald diese eine freye Stelle erreicht hatten, bezo-gen sie ein festes Lager, verbrannten ihre Wagen undanderes entbehrliche Geräthe, oder gaben es den Ger-manen preis, und sezten am folgenden Tage ihrenMarsch in besserer Ordnung fort, erlitten aber auch hier

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