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nachdem man sorgfältig untersucht hatte, ob seine frühereAufführung keine Veranlassung zum Verdacht gab. Je-der gefangene Soldat wurde als Ueberläufcr betrachtet,wen.: er die Gelegenheit, zu entwischen, versäumte.
Die Strafe der Ueberläufcr hicng von dem Willender Feldherrn ab. Zuweilen überließen sie die Strafedem Senate und dem Volke. Als Fabius Maximusin Samnium 070 Ucbcrläufcr eingefangen hatte, sen-dete er sie nach Rom, wo sie mit Ruthen gepeitschtund vom tarpejischen Felsen herabgestürzt wurden.
In der Regel verhängten die Feldherrn die Artender Strafen nach Gutdünken. Marcellus ließ in Sici-lien zweytausend Ueberläufcr an einem Tage mit Ru-then streichen und enthaupten. Nach der Schlacht beyIama und Carthagos Fall mußrcn die Cartbager dieUeberläufcr an Seipio ausliefern, der die latinischcn ent-haupten , die ’ römischen aber aus Krcutz schlagen ließ.Paulus Aemilius ließ nach der Niederlage des Perseusdie fremden Ucbcrläufcr durch Elephanten zctrctcn. Fa-bius ließ den Ueberläufcrn, welche er in Spanien ein-gcfangcn hatte, hie rechte Hand abhauen.
Feigheit war von allen Vergehen dasjenige, welchesals dem römischen Charakter am meisten entgegen, amwenigsten Gnade erhielt; „derjenige, sagt die Digesta,„welcher sich in einer Schlacht zuerst zur Flucht wcn-„dct, soll in Gegenwart des ganzen Heeres mit dem„Tode bestraft werden."
Während der Belagerung von Veji bemächtigtesich bey einem Ausfall Schrecken des römischen Lagers,und viele Soldaten ergriffen die Flucht. Camillus, zum