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von einander/ und trennt sie i» entgegengesetzte Par-theyen. Lm gesellschaftlicher Zirkel aber, in den nnrPersonen von gleicher Art, von demselben Alter undGrande hineingebanur sind, bekömmt eine Monoto-nie, eben so langweilig als in einem Garten Blumen-beete von gleicher Form und Anpflanzung. Entwederthut man auf gewisse Gesellschaften durchaus Verzicht,oder, wenn man daran Theil nehmen will, so ahmtmau sie in der Art und Weise, im Anzüge, im Ge-rüche und in der Bewirthung ganz nach; unvermerktthut man noch mehr; man wetteifert in der Erhöhungdes ToneS; bey jedem neuen Besuche überrascht mandurch neue Erfindung; gegenseitig verleitet man sichtheils zu größcrm Aufwande, theils zur Zersplitterungmancher kostbaren Stunde. ') Um wenigstens von ei-ner Seite, in Rücksicht auf Gerüche und Bedienung,den eitel» Wetteifer zu schwächen, öffnete man zurVerminderung der Besuche in den Privathäusern un-ter bescheidener Prännmeration gemeinschaftliche Lei-sten, Casino'S oder öffentliche Vesiichzimmer. Jegrößer und vermischter die Gesellschaft ist, desto mehrschonet Jeder den Andern, desto unbemerkter schweigtman entweder, oder desto leichter findet man rechts
') Unvermerkt stürzt man das HanS und den Staatselbst an de„ Rand des Verderbens — so wenig-stens prophczeytc ein nicht verwerfliches Orakel,Conbillac. (dour lietulle, Th. XVI. S. lAb.)