OESTERREICH. —
Sociale
, Gewerbs- und Handelsverhältnisse.
165
1830
1840
1850
1851
1854
1858
1859
1860
Privatbriefe: Mill. 15,5
24,2
32,24
32,25
46,04
62,39
99,21
79,27
Amtsschreiben: - 3
5
9,82
11,21
19,70
21,85
28,91
20,31
Indess stieg die ganze Postbeförderung selbst im J. 1SG2 erst auf112*6 Briefe und 34’764,914 Zeitungsblatter, was im Vergleiche zu an-dern europ. Ländern erschreckend wenig ist (s. unten »Deutschi.«). —Da die Stärke der Correspondenz zur Bezeichnung des Culturgrades unddes Verkehres dient, so fügen wir eine Liste der 1860 auf die einzelnenProvinzen gekommenen Privatbriefe bei.
Oesterr. unter der Enns . 144 50,230
ob der Enns . . 2’272,892
Steiermark undKärnthen 3’78ü,218
Krain, Istrien, Triest . . 3404,956
Tirol.2’584,3S8
Böhmen.12*099,441
Mähren und Schlesien . 5’135,123
Galizien und Bukowina . 4’79) ,560
Dalmatien. 578,819
Lombardo-Venetien . . 10*040,096
Ungarn.16’184,493
Kroatien und Slavonien . 1*735,197
Siebenbürgen .... 2*197,517
Zusammen 79'207,550
Nationalbank. Dieselbe stand früher zur Finanzverwaltung im Ver-haltniss einer Staatsanstalt. Seit 1863 ist dessen definitive Lösung an-gebahnt. Am 11. Jan. 1805 ergab sich folgender Stand: Baarfonds 114469,210fl-, Banknoten im Umlaufe 374’900,220. Die neuere Schuld des Staats bei derBank war: 80’000,000 fl. fundirte Staatsschuld (unverzinslich und permanent),50442,507 - gegen verpfändete Staatsgüter,
1S’273,581 - Restschula des Staats für die Einlösung des Papier-geldes in Wiener Währung,
20*000,000 - Vorschuss in Silber für das in England nicht abge-setzte 6 Mill. £ Anlehen.
174410,148 fl. Gesammtsumme.
Nationalvermögen. Der Geldwerth des Realbesitzes wurde vom Fi-nanzministerium auf Grundlage der 1851—56 von Besitzveränderungenentrichteten Gebühren etc. zu ermitteln gesucht. Das Ergebniss war:
gesummter ltealbesitz 9,500’Ö09,276 fl. öst. W.
Viehstand .... 1,000449,740
Ackergeräthe . . 278’054,072
Zusammen 10,785473,688
o. Czörnig, der nach einer andern Methode (nach der Production) berech-nete, bekam fast das gleiche Resultat, nemlich 10,531 Mill. Von beidenBeträgen ist jedoch die Lombardei mit etwa 500 Mill. in Abzug zu brin-gen, dagegen fehlt in der officiellen Aufstellung noch die »Militärgrenze.«(Darnach ergibt sich, wie sehr Ernst v. Scherzer zu hoch schätzte, als
er den Bodenwerth zu 20 Mill. annahm, und dann das ganze »wirt-schaftliche Vermögen« zu 50 bis 60 Mill. fl. C.-M. veranschlagte. Ingleichem Masse überschätzte er den Gcldwerth der jährlichen Bodenpro-duction, indem er 4100 Mill. entziffert, während?). Czörnig nur 2073herausfinden konnte. Das fortwährende Sinken des Geldwertlies hatNatürlich die Ziffern seitdem höher gebracht.) Der Werth des gesumm-ten Realbesitzes ohne Viehstand und Gerätschaften vertheilt sich nachder erwähnten amtlichen Berechnung auf die verschiedenen Provinzenfolgendermassen:
Rieder- / Wien . .
österr. j FlachlandUesterr. ob d. Enns ‘Salzburg ....Steiermark .
342’009,912 fl.722*610,250 -411’956,699 -80*497,029 -422*879,456 -
Kärnthen ....
Krain.
Triest und Gebiet .Görz, Istrien, GradiscaTirol u. Vorarlberg
99415,267 fl.101*587,286 -136434,490 -105*092,939 -302*382,402 -