PREUSSEN. — Sociale und industrielle Zustände.
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Die Zahl der unter Aufsicht der Bergbehörde stehenden ArbeiterUnd der von denselben Verunglückten war:
1858 1859 1860
Arbeiterzahl.115,627 107,749 108,901
Davon verunglückt . . . 190 207 211
Hierunter Steinkohlenarb. 68,734 64,454 64,185
Davon verunglückt. . . 113 154 150
Im J. 1861 war die Zahl der Arbeiter beim Berg-IS 1,501 (die ihrer Familienangehörigen 344,358).
1861
115,89922867,720167
und Hüttenwesen— 1863 war der
Gesammtwerth der mineral. Erzeugnisse 34’687,218 Thlr.,27’007,889 für Brennstoffe.
Agricultur. Der Staat umfasste im J. 1861 Grundbesitzer:
1) von 600 Morgen und darüber
2) - 300—600 Morgen
3) - 30—300
4) - 5—30
5) unter 5
warwovon
18,289 mit 40’921,536 Morgen15,076 - 6’047,317
391,586 - 35’914,889617,374 - • S’427,479
1’099,161 - 2’227,981_-_
2 ’
'141,486 mit 93’539,202 Morgen.
Es muss bemerkt werden, dass der Staat hier als Grundbesitzer miteinbegriffen ist. Die Domänen-Giiter umfassen 1*156,158, die Staats-Waldungen 8’059,489 Morgen. Die parcellirten Besitzungen eines unddesselben Grundeigenthümers sind stets zusammengerechnet, sofern sieeich in einer Gemeinde befinden.
Die am geringsten bevölkerten Provinzen umfassen die meisten gros-sen Güter. So enthalten (nach obiger Classification) folg. Güter:
Ir CI.
2r CI.
3r CI.
4r CI.
5r CI.
Preussen . .
4,123
4,370
82,956
44,581
49,212
Posen . . .
2,656
1,079
45,229
32,850
24,669
Pommern
2,595
1,436
20,247
29,099
32,653
Brandenburg
2,364
2,343
49,408
45,735
66,797
Schlesien. .
3,003
1,203
49,157
109,081
121,029
Sachsen . .
1,239
1,599
41,202
67,202
107,171
Westphalen .
706
1,401
40,179
75,537
121,825
Rheinland .
1,512
1,608
49,524
205,446
564,759
Hohenzollern
' 91
37
1,673
7,233
11,035
Jadegebiet .
—
—
11
10
11
Dabei ist die sehr ungleiche Grösse der Provinzen zu berücksichti-gen. Auf die Rheinprovinz allein kommt über die Hälfte aller kleinenGrundbesitzungen, und diese Provinz ist weitaus die am stärksten bevöl-kerte, — ein Beweis, dass bei ungehemmter Theilbarkeit des Grundbe-sitzes die Gesammtsumme der Production vergleichsweise aufs Höchstegesteigert wird. *) Erfreut sich der grössere Gutsbesitz mitunter einerlationellern Bewirthschaftung, einer Bearbeitung durch bessere Werkzeugeund eines Betriebes mit bedeutenderm Capitale, so werden diese Vor-
, *) Die Befürchtung, es würden die 'l'heilungen immer weiter fortgeführt,
®md nicht richtig. So ergab sich bei der Catasterrevision von 1860 in Rhein-land und Westphalen u. a.: Die Bürgermeistereien Stockheim, Birgel, Strass,Pirkesdorf und Merken im Kreise Düren, früher mit 02,503 l’arcellen, hattenuei der Revision von 1860 nur noch 51,244, — die Gemeinden Mühlheim, Retz,Uedelhoven, Holzmühlheim, Büer, Bouderath, Roderath, Engelgau und Frohn-gau im Kreise Schleiden, früher mit 43,926, zählten bei der Revision nur noch46,649. Es hatte sich mithin dieParcellenzahl ohne alles Eingreifen derGesetz-gebung während 30 Jahren im Kreise Düren um 18 % im Kreise Schleiden um*“% vermindert.