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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde : für den allgemeinen praktischen Gebrauch / von G. Fr. Kolb
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DEUTSCHLAND. Bayern (Finanzen).

229

Ausgaben:

I. Staatsschuld . . . 1355(i,37fi

II. Hof (Civill. 2350,580) 2995,094

III. Staatsrath .... 74,905

IV. Landtag. 75,000

V. Minist, d. Aeussern 472,712

VI. - d. Justiz . 3373,192

VII. a. - d. Innern . 1'059,099

b. - d. Cultus . . 99,037

VIII. Minist, d. Handels 252,840IX. - d. Finanzen . 879,712

X. Staatsanstalten ') . . 8399,Ü36

XI. Zuschüsse an Kreisfonds 503,900

XII. Militäretat*) 11415,000

XIII. Landbauetat . 774,003

XIV. Wwen-u. Waisenpens. 710,000

XV. Reichsreservefonds . 1'483,274

Zusammen 40720,597

Ausserdem ward für die beiden ersten Jahre der Finanzperiode einausserordentl. Militärbudget im Gcsammt betrage von 10 I 52,500 fl. be-willigt, welches durch Anlchen gedeckt wurde. Die Zunahme der Staats-einnahmen über den Voranschlag lieferten die Mittel, um von 18 ns /e4folg. Etats zu erhöhen: Justiz jährl. 178,708, Inneres 205,300, Staats-anstalten (Erziehung) 170,027, Cultus 217,327, Militär (einschl. An-theil an einmal. Aufwand) 3351,(i40, zus. -1189,002 fi. Die Ge-sammtsumme des Staatsbedarfs stellt sich sonach auf 50909,599 fl.

Es ist zu bemerken, dass die Netto-, nicht, wie anderwärts, dieBrutto summen eingesetzt sind, wonach denn auch eine einfache Ziffer-gegenüberstellung, z. B. gegen das preussische Budget, als unzulässigerscheint. Um obige 51 Millionen in die St.aatscasse zu liefern, ist dieErhebung von ungef. 75 Mill. erforderlich. (Als der Finanzminister denKammern den auf 4(>658,525 fl. gestellten Budgetentwurf vorlegte, be-rechnete er die Bruttoeinnahme auf 740(i(i,(105, worunter allerdings dieBetriebsausgaben für Salinen und Bergwerke mit 4*874,771, für Eisen-bahnen mit 6995,000, Post 2 131,170, und das nun ganz beseitigteLotto mit 3872.853.*)

') Erziehung und Bildung 1153,073, kathol. Cultus 1 '240,522, protest.433,023, Gesundheit 28(^850, Wohlthätigkeit 218,111, Sicherheit 1304,504,Industrie und Cultur 494,057, Strassen-, Brücken- und Wasserbau 2954,887,Leistungen an Gemeinden 95,481, Steuerkataster 299,009, Münzanstalt 11,328,Glasmalerei 3,999.

*) Active Armee 9500,000, Gendarmerie 902,890, topogr. Bureau 50,900,Zuschuss an den Militär-Invalidenfonds 92,900, Militärpensionen 700,099, fürausserord. Bedürfnisse 95,209, für Militärseelsorge 15,909.

*) Bei Festsetzung des Budgets für die 0. Finanzperiode (welches noch mitder geringen Summe von 37591,090 fl. abschloss) hob der Verfasser diesesBuches in. der Abgeordnetenkammer, ohne Widerspruch zu linden, hervor (s.stenogr. Berichte vom Mai 1852): »Wenn man, ganz abgesehen von den eigent-lichen Betriebskosten, die Besoldungen der Forst- mul llentbeamten etc. mitüj Rechnung bringe, so betrügen die Staatsausgaben beiläufig 42 Millionen.Hievon aber nähmen hinweg (nach den Ziffern der definitiven Budgetfestsetzung) :die Schuld 9819,990 tt. ) die Civilbeamten . Ufi31,090 fi.

der Hof . . 2950,000 - die Geistlichkeit **) 1*502,000

die Armee . 10*042,909 - | diese 5 Posten allein 35*995,000 -

oder beiläufig 3(1 Millionen. Für alle übrigen Staatsbedürfnisse blieben so-nach nur 9 Mill., und auch davon könnten wenig über 3 Mill. für unmittelbarProductive Zwecke verwendet werden. Die Pensionen allein (oben einge-rechnet) verschlängen über 3V ä Mill.

**) Es sind dies natürlich nur die Staatszuschüsse, indess sich die kathol.Kirche im Besitze ansehnlicher Reichthümer befindet (nach ministerieller An-Wbe betrugen die Kirchenfonds 18*%, über 92 Mill., d. i. nach amtlicher Be-