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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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rius mit reichen Geschenken beehrt worden war, bracher nachKibotus auf und schlug von hier denselben Wege>n, welchen das italienische Heer genommen hatte. BeiAncras gab er wegen der vielfachen Schwierigkeilendiesen Plan auf und wendete sich rechts nachJconium,welche Stadt er vergeblich belagerte. Hier erfuhren diePilger das unglückliche Loos ihrer vorausgczogencnVrüdcr. Gleichwohl setzten sie ihren Marsch gegenMelitcnc, nach der am Halps gelegenen Stadt Recleisirt. In der Nähe derselben wurden sie in einem Thalcd°n den Türken auf allen Seiten eingeschlossen. AlleBrunnen waren von denselben verschüttet worden, sodaß sich die Pilger drei Tage lang dem brennendstendurste ausgesetzt sahen- Am vierten Tage stürmtendie Türken wie ein brausender Waldsirom von den Ge-birgen herab und erfochten über die erschöpften Kreuz-fahrer, welche alles Vertrauen auf Rettung verlorenGatten, einen leichten Sieg. Sämmtliche Ritter ein-sahenach Germanicvpolis und überließen das Fußvolkder Willkühr der Feinde. Es ward von diesem bis auf^Oo Mann niedergehauen. Das ganze Lager mit allenBibern, über tausend an der Zahl, siel den Türkendie Hände. Graf Wilhelm von Revers, derHch durchTurcopulen nachAntiochia geleiten lassenwallte, und sie durch große Summen bestochen hatte,^rd von diesen ausgeplündert und im hülflosesten Zu-standc verlassen. Dennoch gelang es ihm, Antivchiaäu erreichen, wo er bei Taue red freundliche Aufnahme""d Unterstützung zur Weiterreise nach Jerusalem fand.