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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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sein,, der die Zugbrücke des Schlosses herabgelassenfand, hoffte dasselbe durch raschen Uebcrfall zu nehmen;allein kaum hatte er die Zugbrücke paffirt, als sie sichSinter ihm schloß und er sofort von oben herab mit^eschoßcn aller Art überschüttet und gefangen wurde.

Nach diesem Unfälle schloß Ludwig VI- La Fertö-Vaudoin von allen Seiten ein und vereitelte alle Be-mühungen des Grafen von Rochefort, von außen indas Schloß einzudringen, um seine beiden Gefangenenseiner Rache zu opfern. Wilhelm von Gar lande,Ansclms Bruder, zeichnete sich besonders dadurcha»s, daß er durch unausgesetzte Wachsamkeit die Plane^s Grafen von Rochefort, unter mancherlei Ver-ödungen sich in das Schloß zu schleichen, verei-nte. Nach langer Vertheidigung ward La Ferte-Vaudoin von Ludwig VI. erobert, die Gefangenen^freit und die Besatzung mit großer Strenge bestraft.

Belagerung von Sidon.

Die reiche Stadt Sidon hatte sich bereits mehrerc-Mal von den drohenden Rüstungen der Christen los-kauft, bis endlich König Bald» in, aufgebracht über'hee vielfach den Christen erwiesene Treulosigkeiten, ein^er von 500 geharnischten Rittern und 6000 Mann^ Fuße versammelte und vor Sidon zog. Eine ebenanlangende Flotte von Vcnetianern, Pisanern, Genue-und Amalfitanern unterstützte diese Unternehmungdvn der Leeseite. Schon hatten die christlichen Ge-schütze mehrere Oeffnungen in die Mauern gelegt, und

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