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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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1114.

diesem Augenblicke für gefährlich hielt, den Muth sei-nes Heeres zu zügeln, sendete den Feldherrn Scarbi-mir mit einet Truppcnabtheilung durch den Wald,welchen die Pommern eben verlassen hatten, um ihnenin den Rücken zu fallen.

Der Angriff der Pommern geschah mit so wenigNachdruck, daß die Polen Zeit gewannen, sich zu for-tritten. Dagegen wiesen die Pommern, als sie vonden Polen angefallen wurden, alle ihre Angriffe mitgroßer Entschlossenheit zurück, bis endlich Scarbimirin ihrem Rücken erschien. Diesen Augenblick bcnützteHerzog Boleslawzu einem neuen, kräftigen Anfalle,welcher gelang. Die Pommern, gesprengt und vonvorn und im Rücken gedrängt, wurden grbßtentheilöniedergemacht. Diejenigen, welche sich durch die Fluchtzu retten suchten, wurden in einen Sumpf gesprengtund kamen größtenteils darin um. Der Verlust derPommern betrug 20,000 Todte und 10,000 Gefangene.Das feste Schloß Rakel öffnete noch an demselben Tagtdert Polen seine Thoren

Einnahme! von Tudela.

König Alphonsl. von Arragonicn erhielt kräf-tige Unterstützung von dem französischen Adel, und be-schloß die Belagerung der wichtigen Stadt Saragossa,welche sich in den Händen des Sarazcnen-Fürsien A b-delmelic Amaddaula befand. Sarragossa wardvon den Christen eingeschlossen, allein die Sarazene»von Tudela, welche Stadt nur sechszehn Meilen voll