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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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zerstört, bis auf sieben Schiffe, welche gefangen wur-den. In einem Umfange einer Vicrtelmcile soll dasMeer von dem Blute der Erschlagenen sich geröthethaben, und an der Küste durch die ausgeworfenen Lei-chen eine Seuche erzeugt worden seyn.

1124. Niederlage der Ungarn an der Donau.

König Stephan II. von Ungarn erklärte demgriechischen Kaiser JohannI. Comncnus den Krieg,weil dieser dem Prinzen Almus, der sich vom unga-rischen Hofe nach Constantinopel geflüchtet hatte, gast-freundliche Aufnahme gewährte. Ein ungarisches Heereroberte Tn'adiza und bedrohte von hieraus Thrazien.

Auf diese Nachricht zog Kaiser Johann an derSpitze eines grvßtentheils aus lombardischcn und trü- jkischcn Hülfsvölkcrn bestehenden Heeres nach Philipps !polis. Hier zog er die Truppen des Landes an st^und sendete aus dem Pontus Eurinus eine Anza^ ,Schiffe nach der Donau. Hierauf näherte er sich selbst ^mit dem griechischen Heere diesem Flusse.

König Stephan hatte sich wegen Krankheit in d^Innere seines Landes zurückgezogen, sein Heer aber a»§dem südlichen Ufer der Donau zur Deckung der Brü^zurückgelassen. Kaiser Johann beschloß einen Sckeia-übergang oberhalb des ungarischen Lagers vorzunehmen -dadurch zog er alle feindlichen Strcitkräfte in diese Gege«b>sofort setzte er mit dem Gros seines Heeres unterhalb je"^Punktes über die Donau und griff nunmehr die Ung^'auf beiden Ufern an; sie erlitten eine vollständige^^ ^Verlage, verloren die neucrbautc Stadt Zcugmina unbmußten das ganze Land zwischen der Save und d^