Buch 
4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
Entstehung
Seite
153
JPEG-Download
 

153

Christen übergeben, den damascenischen Türken freierAvzug, den übrigen Sarazenen in Tyrus aber dieWahl gelassen werden sollte, entweder gegen ein Schutz-geld in der Stadt zu bleiben, oder mit ihrer Habe undWeibern und Kindern abzuziehen.

Am 27. Juni, also nach 4'/ monatlicher Bela-gerung, ward den Christen Tyrus geöffnet, und einfreier Verkehr zwischen den beiderseitigen Völkern fandsogleich statt. Der Mangel innerhalb der Stadt warso groß gewesen, daß die Christen in derselben nichtMehr als fünf Scheffel Getreide fanden.

Belagerung von Haleb.

Sobald König Bald» in II. aus der Gefangen-schaft des Fürsten Timurtasch entkommen war, trator gegen seinen diesem geleisteten Eid mit den EmirenDobais und Ebn Salem in ein Bündniß zur ge-meinschaftlichen Belagerung von Haleb, wobei festge-setzt wurde, daß die Stadt den beiden Emiren, dieBeute aber den Christen gehören solle. AlleinDobaisMard, noch ehe er sich mit Balduin II. vereinigenkonnte, von Timurtasch geschlagen. Dieß hielt den^önig von Jerusalem jedoch nicht ab, feine Strcitkräfteöu sammeln und belagernd vor Haleb zu ziehen, wos^ch einige Wochen spater auch Graf Joscelin undDvbais mit einigen Verstärkungstruppen einsanden.

Christen machten zwei Drittheile des ganzen Heeresaus. König Balduin nahm sein Lager westlich von^ Stadt bei Elhalba; Joscelin besetzte den Weg

1124 .

»