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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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Anfangs sendete Kaiser Johann nur denjenigenTheil seines Heeres gegen Anazarbus, der aus türki-schen "Soldtruppen bestand, in der Hoffnung, diese, alsden Armeniern befreundet, würden die Einwohner viel-leicht zu Unterhandlungen veranlassen. Als aber dieserPlan an der Festigkeit der Besatzung scheiterte, unddie Türken in einem Ausfalle zurückgeschlagen wurden,^lte Johann mit dem griechischen Heere herbei, nahmdie fliehenden Türken auf und trieb die Armenier indie Stadt zurück. Sofort ward zur förmlichen Bela-gerung derselben geschritten, Von beiden Seiten warendald alle Wurfmaschincn in Thätigkeit, doch blieben dieArmenier den Griechen überlegen, denn ihre Balistenschleuderten ungleich größere Steine, welche die Wandel-chürnie der Griechen zerschmetterten und alle ihre An-griffe vereitelten. Ausfälle folgten auf Ausfälle, inElchen die Armenier gleich Verzweifelten kämpften unddie feindlichen Maschinen in Asche verwandelten.

Kaiser Johann setzte trotz des erlittenen Verlustesdie Belagerung fort, ließ neue Maschinen erbauen unddiese durch einen Uebcrzug von Lchmerde gegen Feuerschützen. Nach manchem hartnäckigen Kampfe gelang^ endlich den Griechen, die Mauer an verschiedene»Wellen zu durchbrechen; allein die Belagerten errichle-hinter dieser eine zweite Umsangsmauer, und ver-eidigten diese mir gleicher Hartnäckigkeit. Endlich,durch Ausdauer des Kaisers aufs Aeußcrste gebracht,wußten sich die Bewohner von Anazarbus auf Gnade*^d Ungnade ergeben. Der Kaiser schenkte denselbenLeben, untersagte die Plünderung und beschränkte