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gewahrend, setzten in der Nacht einen Theil ihrer Rei-terei über den Fluß und fielen das Ordenshecr plötzlichvon vorn und im Rücken an. Es kam zum heftige»Kampfe, allein ehe noch die Deutschen sich förmlichordnen konnten, waren schon zwölf Ordcnsbrüder mit500 Mann gelobtet, und die übrigen wurden bald indie Flucht geschlagen) was sich zu retten vermochte,flüchtete sich nach der Christburg. Die Preußen folg-ten den Fliehenden so rasch, daß sie die Stadt unddie eine Feste, Landvolk genannt, im ersten Anlauferoberten und alle Einwohner theils erschlugen, theilsgefangen hinwegschlcpptcn, und hierauf die Feste Christ-bürg mit großem Nachdrucke belagerten. Die zahlrei-chcn Flüchtlinge aus Pomesanien hatten die vorräthige"Lebensmittel bald aufgezehrt, und da die Preußen diemeisten Versuche, der Besatzung Proviant zuzuführen,abschnitten, so stieg die Hungersnoth unter den Ehe-sten bald aufs Höchste.
Der Comthur von Elbing, von der Noth der Rit-ter auf Christburg unterrichtet, beschloß einen Versuchzum Entsatze derselben zu unternehmen. In der Nachtwurde das Bclagerungsheer der Preußen überfallen u»dgrößtemheils im Schlaft niedergehauen.
Eroberung von Murcia.
Nachdem König Jayme von Arragonien die mc>-sten Schlösser des Königreichs Murcia unterworfen hatte-rückte er vor die Hauptstadt und belagerte diese. An-fangs suchten die Sarazenen durch häufige Ausfälle den