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Quarz.
woher auch bei den Griechen sein Name herstamnit. Wa-rum er sechsseitig ist, lässt sich nicht leicht einsehen, be-sonders da die Spitzen wieder anders gestaltet sind; dieGlätte der Seiten ist so vollkommen, dass keine Kunst esnachzuahmen vermöchte. Der grösste, den ich gesehenhabe, ist der, welchen Livia Augusta auf dem Capitol ge-widmet hat; er wog bei 50 Pfund. Die geschätztestenKry-stallc werden auf den Höhen der Alpen gefunden, wo siein den Felsen wachsen, an so unzugänglichen Stellen, dassdiejenigen, die sie herausbringen, meist an Seilen hangen.Die mit dieser Arbeit vertraut sind, erkennen die Stellenan gewissen Anzeichen und Spuren. Manche Krystalle ha-ben Fehler; sie sind mit rauhem Rost bedeckt, oder wolkiggefleckt, oder sie haben verborgene Beulen, oder ein sehrhartes und sprödes Inneres, sogenanntes Salz, oder einenbraunrotlien Rost, oder Haare, die wie Spalten aussehenund von den Künstlern' durch den Schnitt verdeckt werden.Fehlerfreie Krystalle, sogenannte Acenteta, sind rein undwasserhell. Man schätzt sie nach dem Gewicht. EinigeAerzte glauben, man brenne Theile des Körpers am besten,wenn man dazu eine den Sonnenstrahlen ausgesetzt gewe-sene ICrystallkugel benutze. Fjine andere Tliorhcit: Vornicht viel Jahren bezahlte eine nicht einmal reiche Fami-lienmutter ein krystallenes Gefäss mit 150 Tausend Sester-zen (ungefähr 30,600 Franken). Gläserne Gefässe sehenden krystallenen täuschend ähnlich, und man muss sichwundern, dass dennoch der Treis des Krystalls gestiegen ist.“
Man liest in der That eine solche Notiz, die nahe an2000 Jahre zurück datirt, mit grossem Interesse, denn sieerinnert in vielen Einzelnheiten lebhaft an die Gegenwart.
Aus einer Schrift von Sebastian Münster , einemLehrer der alten Baseler Hochschule im 16. Jahrhundert,citirte er (Seite 87) folgende Stelle: