Buch 
Die Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten ausführlich beschrieben / von Dr. Adolf Kenngott
Entstehung
Seite
51
JPEG-Download
 

Orthoklas, Adular.

51

aber sind auch noch neben der Basisfläche die hinterenQuerhemidomen Pco und 2 /aP'co ziemlich ausgedehnt. Bis-weilen sind die Krystalle, reihenförmig gruppirt und dieBeihen manchmal wie von einem dicken Faden durchzogen,ähnlich der bei den Quarzreihen angeführten Erscheinung,seltener solche. Beihen untereinander in entsprechendemParallelismus verwachsen, wodurch eine gewisse stengligeBildung erzielt wird. Die Flächen der Krystalle sind inder Regel eben, selten concav und convex, windschief ge-bogen, an die gedrehten Quarzkrystalle erinnernd, wieganz besonders die vom Rothenboden, auf dem rech-ten Ufer der Aare hei Guttannen im Berner Oberlande.

Sehr häufig kommen Zwillinge, Drillinge, Vierlingeu. s. w. vor und zwar nach verschiedenen Gesetzen. SoBerührungszwillinge, deren Verwachsungsfläche die Basis-fläche ist und wobei die Krystalle gewöhnlich die einfa-chere Combinntion ecP. P'co. oP darstellen; die Haupt-achsen beider Individuen schneiden sich hierbei unter 128°4. Kur selten gehen diese Berührungszwillinge in Kreuz-zwillinge über. Sehr selten sind die Berührungszwillingenach der Längsfläche., welche bei der Conibination ccP.QcPdS. P'co. oP gesehen bei oberflächiger Betrachtungeinzelnen Krystallen gleichen, doch deutlich bei der Be-rührung die etwas abweichende Lage der Basis- und Hemi-domenfläche erkennen lassen. Sehr häufig sind die Zwil-linge nach dem Liingsdoma 2Pob, Berührungs- und Durch-dringungszwillinge, in der Regel mit jener Ausdehnung inder Richtung der Längsachse und mit vorherrschenden Längs-und Rasisfliichen, die scheinbar eine quadratisch prisma-tische Gestalt bildend sich bei diesen Zwillingen, wie auchbei den einzelnen Individuen durch die. verschiedene Be-schaffenheit unterscheiden lassen, indem die Längsflächenvertikal parallel der Comhinationskante mit den Prismen-