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Die Minerale der Schweiz nach ihren Eigenschaften und Fundorten ausführlich beschrieben / von Dr. Adolf Kenngott
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95
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K p i d o t.

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Längsachse die grüne Färbung liervortritt. Der dem Epi-dot eigenthümliche Tricluoismus lässt sich nicht wahrneh-men, weil die Krystallc in der Richtung der Querachse zulang sind, um seihst hei vollkommenster Durchsichtigkeitin dieser Dichtung durchscheinend zu sein. Häufig sinddie Krystallc durchscheinend his nur an den Kanten; derGlanz ist meist stark und glasartig, auf den Spaltungs-flächen schwächer und bisweilen in Deinantglanz geneigt,auf den muschligen his unebenen liruehfiächen glasartig,zum Theil in Wachsglanz geneigt.

Durchsichtige Krystallc zeigen ferner hei rechtwink-liger Kreuzung der Querachsen analog den Turmalinen dieVerdunkelung der durch die Kreuzung sich deckendenStellen und bewirken wie Turmaline die Erscheinung vonRingsystemen in zwischen gelegten Ulättchen anderer Mi-nerale, zeigen sogar diese Erscheinungen mit Turmalinen,indem es gleichgiltig ist, ob man zwei Epidotkrystalle, odereinen Epidot- und einen Turmalinkrystall nimmt, wobeider Hauptachse des Turmalin die Querachse des Epidotentspricht.

Epidot findet sich in der Schweiz an verschiedenenja zahlreichen Fundorten, von denen einzelne durch beson-ders schöne Krystallc ausgezeichnet sind. Als solche sindhervorzuheben die Rothlaue, Guttannen gegenüber,auf dem rechten Ufer der Aare im Danton Hern, woselbstsehr schöne pistaziengrüne bis grünlichbraune, durchsich-tige bis an den Kanten durchscheinende, zum Theil sehrflächenreiche Krystalle verschiedener Grösse, bis über zweiZoll lang, begleitet von fasrigem his nadelförmigem, weis-sem, grauen und grünem Byssolith, weissem bis grünlichemAdular, Bergkrystall, Chlorit und in Brauneisenerz umge-wandeltem Pyrit Vorkommen. Die Krystalle sind zum Theildeutlich ausgebildot, darunter auch solche, welche beide