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[Das Oligozän des Leipziger Kreises mit besonderer Berücksichtigung des marinen Mitteloligozäns] / [Hermann Credner]
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halb für die Gegend von Leipzig die BenennungStubensandnicht.

ad 2, 3 und 5. Dass endlich im Leipziger Oligocändie K n ol 1 e n s tei n e kein so constantes Niveau einnehmen,keine so scharf begrenzte, nur % bis 2 M. mächtige Zonebilden, dass auch die Unterscheidung eines oberen undeines unteren Flötzes nicht durgehends möglich ist, wurdebereits oben ausgeführt.

Die specielle Gliederung, welche das Unter-Oligocän durchLaspeyues für gewisse Gegenden erfahren hat, besitzt demnachkeine allgemeine Gültigkeit.

II. Das Mittel-Oligocän.

Das Leipziger Mittel - Oligocän gliedert sich bereits nachseiner Gesteinsbeschaffenheit in drei Stufen , eine untere undeine obere von grauen oder grünlichgrauen Sanden und einemittlere von dunkelgrauen oder grünlichgrauen Thonen. Siealle sind jedoch durch petrographiscbe Uebergänge undWechsellagerungen auf das Innigste verknüpft, so dass voneiner scharfen Begrenzung nicht die Rede sein kann.

1. Der untere ffleeressaud.

Graue bis dunkelgrünlich graue, feine Quarzsande, meistmit schwachem Thongehalte, zuweilen, namentlich nach demLiegenden zu , durch kohlige Beimengungen braun gefärbt,local glaukonitisch, oft mit kleinen Glimmerblättchen, seltenermit bis erbsengrossen Quarzkieseln, sehr kleinen Kieselschiefer-bröckchen oder Magneteisenkörnchen. Im oberen Niveau, naheder Grenze nach dem Thone ist dieser Sand reich an kugel-runden, nuss- bis apfelgrossen Concretionen von durch Schwefel-kies verkittetem Quarzsande. Ihre Kugelgestalt ist eine sovollkommene, dass sie beim ersten Anblicke für Kunstproductegehalten werden können und dadurch an die von Behm) ausder Gegend von Stettin beschriebenen Kugeln in dem gleieh-alterigen Stettiner Sande erinnern. Fragmente von bitumi-nösem Holze (Stammstücke von Sequoia Couttsiae Heer) sindnicht selten.

Diese Sandablagerung , deren Maximalmächtigkeit 12 bis15 M. beträgt, führt viel Wasser und bereitet deshalb alsTrieb- oder Schwimmsand dem Schachtabteufen grosse Scbwie-richkeiten.

Diese Zeitschrift Bd. IX. 1857. pag. 340.