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genblicke fast, als der retirirende franzöfische linke Flügeldaselbst eintrifft, und sich an diese Division anschließt;während der rechte französische Flügel sich noch gegen Ca»stel Ceriolo ausdehnt.
Die östreichische Armee, fast im Siegsmarsche gegenSt. Giuliano begriffen (E. E.), glaubt schon die Früchtedes ihr winkenden Sieges ärnten zu können, als 15 ver-deckt aufgestellte Kanonen der Division Desaix demaskirtwerden, und zehn Minuten ein fürchterliches Feuer unter-halten, mit welchen sich noch die Geschütze der DivisionLannes und der Konsulargarde vereinigen, und die Schlachtzum Stehen bringen (F. F.). Vergeblich sind die An-strengungen der Grenadierkolonne unter General Zach, aufder Straße von Tortona vorzudringen (G. G.); sie wirdvom Geschützfeuer der Division Desaix aufgehalten, end-lich von der Division selbst angegriffen und fast ganz ge-fangen.
Die Schlacht endet für die Oestreichs mit dem Rück-züge gegen die Bormida, deren Ufer sie noch in der näm-lichen Nacht zu erreichen sucht, und fast ganz Italien gehtin Folge dieser Schlacht wieder verloren.
Mangel an Reserve führte unfehlbar für die Oestrei-cher den Verlust der Schlacht herbei. 40 bis 50 Ge-schütze an der Spitze jener Grenadierkolonne, diese selbstnoch von einer Masse Kavallerie unterstützt, hätten un-streitig die Anstrengungen des Tages gekrönt.
3) Die Schlacht bei Friedland.
Vom 5. bis zum 13. Juni haben die Russen, nachglücklichen Gefechten an der untern Passarge, nach dengewonnenen Schlachten bei Gutstadt und Heilsberg *),
i) Jr bis 5k offijiell-p Bericht des russischen OberfeldherrnBaron von Bemiigsen.