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4) Schlacht bei Wagram.
In einem größer» Style erscheint in dieser Schlachtder taktische Gebrauch der Artillerie, und bei diesem blei-ben wir hier auch nur stehen *).
Zum lehrreichsten Studium für Artilleristen dient derhier gemachte Gebrauch der Artillerie, um den Uebergangeiner Armee über einen Fluß vorzubereiten und zu decken,wie hier von der Lobau aus geschah. Plan XVI. ist dieInsel Montebello mit 10 Mortieren und 20 Achtzehnpfün-dern (b.), die' daneben liegende Insel Espagne mit 4Mortieren und 6 Zwölfpfündcrn (c. ) besetzt, weiter rechtseine andre eben so starke Batterie als die auf der InselMontebello errichtet (0.), noch mehr rechts auf der InselAlexander 4 Mortiere, 10 Zwölfpfänder und 12 Sechs-pfünder gestellt und eingeschnitten (a.), zustimmen also96 Geschütze aufgestellt, um den Uebergang aus der Lobauvorzubereiten, und den Bau der Brücken (e. f.) zu decken.Durch diese Vorbereitung mit Geschützen geschah auch derBau der Brücken am hellen Tage. Als die Oestreichermit ihren nahe an der Donau aufgestellten Batterien deranlockenden Gelegenheit folgen wollten, die auf der Lo-bau eng zusammengeschobene französische Armee zu beschie-ßen, und diese Kanonade um 104 Uhr bestimmt war, ka-men ihr die feindlichen Batterien (a. b. c. d.) zuvor, underöffneten ein allgemeines Feuer, welches die Artillerie derOestreicher zum Schweigen brachte, und durch die Anzün-dung des Städtchens Enzersdorf einen sehr wichtigen An-lehnungspunkt derselben zerstörte.
Wir übergehen alle weitern Details des Uebergangsder Franzosen von der Lobau vom 5. zum 6. Juni, der
1) Der Beschreibung des Herrn Generals vyn Valentini,so wie dessen Plane der Schlacht, ist hier in der Hauptsachegefolgt-